LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton Aktie [WKN: 853292 / ISIN: FR0000121014]

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15.05.2008 21:27
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ROUNDUP: Führungskrise bei BOSS beendet - Lahrs wird neuer Chef

        METZINGEN (dpa-AFX) - Die Führungskrise bei Deutschlands größtem Modekonzern ist beendet: Claus-Dietrich Lahrs wird neuer Chef bei HUGO BOSS . Das hat der Aufsichtsrat des Unternehmens am Donnerstagabend beschlossen. Der 44-Jährige solle den Vorstandsvorsitz möglichst zum 1. August übernehmen, teilte das Unternehmen in Metzingen mit. Derzeit ist Lahrs noch Geschäftsführer von Christian Dior Couture und steht damit als erster deutscher Manager an der Spitze eines französischen Modehauses.

    In Metzingen tritt der Diplom-Kaufmann die Nachfolge von Bruno Sälzer an. Sälzer hatte BOSS nach Differenzen mit dem neuen Eigentümer, dem Finanzinvestor Permira, im Februar verlassen. Seitdem steht der Modekonzern ohne Chef da.

LAHRS: 'ERFÜLLUNG EINES LEBENSTRAUMS'

    Lahrs erklärte, für ihn bedeute die Ernennung zum Chef von HUGO BOSS "die Erfüllung eines Lebenstraums". Der Manager arbeitet seit zwölf Jahren für den weltweit größten Luxusgüterkonzern Christian Dior/Louis Vuitton Moët Hennessy (LVMH)  . Seit Ende 2003 führt er Christian Dior Couture. Der Modezweig des Dior-Konzerns erwirtschaftete im vergangenen Jahr mit rund 3.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 800 Millionen Euro. Lahrs hat darüber hinaus internationale Erfahrung, so war er für den Richmond-Konzern tätig und leitete in Deutschland Louis Vuitton, später auch in den USA und Kanada. Er studierte Betriebswirtschaftslehre in Bochum, Köln und Paris.

    In den vergangenen Wochen hatte es an der BOSS-Spitze ein großes Stühlerücken gegeben. Neben Sälzer hatte auch Produktionsvorstand Werner Lackas seinen Hut genommen. Aufsichtsratschef Vita kündigte an, den Konzern Ende Juni zu verlassen.

    Die Turbulenzen in dem Metzinger Modehaus waren offen zutage getreten, als sich der Aufsichtsrat zunächst nicht über die Ausschüttungspolitik einigen konnte. In einer Sondersitzung des Gremiums wurden dann auf Druck des Investors eine kräftige Erhöhung der Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr und eine Sonderausschüttung vereinbart. Auch Sälzer hatte sich gegen diesen Schritt gewandt. Die Hauptversammlung in der vergangen Woche segnete die Entscheidung trotz wütender Proteste von Kleinanlegern ab. Permira hält rund 90 Prozent der Stimmrechte an HUGO BOSS./sba/DP/he

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