14.05.2008 09:24
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ROUNDUP: Gagfah legt operativ etwas zu - Überschuss sinkt - Aktie im Plus

        LUXEMBURG (dpa-AFX) - Die Immobiliengesellschaft Gagfah  hat zum Auftaktquartal operativ etwas zugelegt. Der Überschuss ging mangels Bewertungsgewinnen zurück. Die Einnahmen aus Mieterlösen stiegen von 223,3 im Vorjahresquartal auf 241,2 Millionen Euro, wie die im MDAX  notierte Gesellschaft mit Sitz in Luxemburg am Mittwoch mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresquartal flossen Einnahmen aus einem größeren Immobilienbestand an die Gagfah. Die Aktie gewann zum Handelsauftakt 2,40 Prozent auf 11,50 Euro.

    Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg von 114,5 auf 115,4 Millionen Euro. Der Nettogewinn fiel von 34,9 auf 4,4 Millionen Euro. Die Schätzungen der von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Analysten waren im Schnitt etwas höher ausgefallen. So hatte sie bei den Mieterlösen mit 253,5 Millionen Euro gerechnet, beim EBIT mit 116,1 Millionen Euro. Den Nettogewinn hatten die Branchenexperten sogar auf 36,5 Millionen Euro eingeschätzt.

AUSBLEIBENDE NEUBEWERTUNGSGEWINNE

   Analysten machten ausbleibende Neubewertungsgewinne für den Rückgang beim Überschuss verantwortlich. Händler wiesen zudem auf die wieder schlechteren Zinskonditionen hin, die die Finanzierung für Gagfah künftig erschweren könnte. Sie betonten jedoch den Anstieg bei der für Gagfah wichtigen Kenngröße Funds From Operations (FFO), die für die Dividendenzahlung maßgeblich ist. Näher erläutern wollte die Gesellschaft ihre Quartalszahlen bei der für den Nachmittag angesetzten Telefonkonferenz.

    Die FFO lag im ersten Quartal höher bei 48,8 (Vorjahresquartal: 41,9) Millionen Euro und bei 0,22 (0,19) Euro je Aktie und damit über den Analystenerwartungen von 0,20 Euro. Als Dividende will das Unternehmen wie im Vorjahresquartal 0,20 Euro je Aktie ausschütten, die Experten hatten ebenfalls mit 0,20 Euro gerechnet.

'SEHEN REST DES GESCHÄFTSJAHRES POSITIV ENTGEGEN'

    "Die Entwicklung unserer wichtigsten Geschäftsfelder läuft in die richtige Richtung und wir sehen dem Rest des Geschäftsjahres positiv entgegen", sagte Deutschland-Chef Burkhard Drescher. Die Mieten seien um 0,7 Prozent gestiegen. Insgesamt 529 Wohnungen habe die Gesellschaft im ersten Quartal privatisieren können, nach 177 Einheiten im Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr plant die Gagfah ein Privatisierungsvolumen von mehr als 2.500 Wohnungen. Der Leerstand liegt derzeit bei 5,0 Prozent und soll bis zum Jahresende auf 4,5 Prozent gedrückt werden. Die Kosten pro Wohnung liegen bei 448 Euro - hier hat sich die Gesellschaft ein Ziel von 400 Euro gesetzt./sc/wiz

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