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ROUNDUP: Gewinneinbruch nimmt Commerzbank Hoffnung auf neues Rekordjahr
Die Finanzkrise machte der Commerzbank zum Jahresauftakt weiter zu schaffen: In den ersten drei Monaten 2008 musste das Institut weitere Wertkorrekturen in Höhe von 244 Millionen Euro vornehmen. Im Zusammenhang mit der Krise, die ausgehend vom Markt für zweitklassige US-Hypothekenkredite (subprime) seit Sommer 2007 weltweit für Turbulenzen sorgt, hatte der DAX-Konzern bereits im vergangenen Jahr 583 Millionen Euro auf sein 1,2 Milliarden Euro schweres Subprime-Portfolio abschreiben müssen. Zusätzlich zehrte die Finanzkrise die stillen Reserven der Bank komplett auf: Die sogenannte Neubewertungsrücklage rutschte bis Ende März sogar auf minus 280 Millionen Euro, nachdem sie Ende Dezember noch bei plus 903 Millionen Euro gelegen hatte. "Es ist unklar, wie sich die Finanzkrise weiterentwickelt", heißt es in einem Brief von Commerzbank-Chef Müller an die Aktionäre.
AKTIE IM PLUS - ERLEICHTERUNG
Die Aktie der Commerzbank startete dennoch mit Gewinnen von 1,07 Prozent auf 23,54 Euro in den Tag. Die Zahlen wurden am Markt unterschiedlich bewertet, insgesamt herrschte aber offenbar Erleichterung vor, dass es keine größeren negativen Überraschungen gab: "Die Zahlen sind nicht wirklich überzeugend, aber auch kein Desaster", sagte ein Händler. Positiv aufgenommen wurden Vorsteuergewinn und Handelsergebnis. Dass das Institut seine Prognose zurückgenommen hat, kam für einige Investoren nicht überraschend. "Andere Banken haben auch keinen konkreten Ausblick gegeben", sagte ein Analyst.
Von Januar bis Ende März 2008 brach der Überschuss der Commerzbank wegen weiterer Abschreibungen infolge der Krise an den internationalen Finanzmärkten auf 280 Millionen Euro ein - im Vorjahr hatte er noch bei 609 Millionen Euro gelegen. Vor Steuern verdiente die Commerzbank im ersten Quartal 410 Millionen Euro nach 908 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Unterstützt wurde das Ergebnis durch den Buchgewinn aus dem Verkauf der französischen Verm ögensverwaltungstochter CCR. Belastet wirkte sich neben den Wertkorrekturen die Restrukturierung der Hypothekenbank in Essen aus. MITTELSTAND BLEIBT TREIBER
Die operativen Erträge sanken insgesamt um 22,5 Prozent auf 1,757 Milliarden Euro. Der Zinsüberschuss lag dabei mit 1,022 Milliarden Euro 2,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Provisionsüberschuss fiel mit einem Rückgang von 13,6 Prozent auf 732 Millionen Euro schwächer aus als erwartet. Das Handelsergebnis, in dem sich ein Teil der Wertkorrekturen niederschlug, sackte um 42,5 Prozent auf 173 Millionen Euro ab. Damit blieb es aber deutlich über den Schätzungen der von dpa-AFX befragten Analysten, die mit einem Rückgang auf 111 Millionen Euro gerechnet hatten.
Mittelstand und Privatkunden seien weiterhin "verlässliche Ertragsbringer", teilte die Bank mit. Im Bereich Privat- und Geschäftskunden lag das operative Ergebnis mit 147 Millionen Euro leicht über dem Rekordniveau des ersten Quartals 2007. Die um die früheren Osteuropa-Aktivitäten verkleinerte Mittelstandsbank legte beim operativen Gewinn um 23 Prozent zu, das erstmals in einem eigenen Segment untergebrachte Mittel- und Osteuropa-Geschäft steigerte das operative Ergebnis um 60 Prozent. Dagegen sackten Corporates & Markets und die Staatsfinanzierung ins Minus. Die Zahl der inländischen Kunden stieg bis Ende März um netto gut 100.000 auf 5,6 Millionen./sb/jb/zb
| 16.05.2008 | Commerzbank strong buy | SEB AG | |
| 09.05.2008 | Commerzbank Downgrade | Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) | |
| 08.05.2008 | Commerzbank overweight | Lehman Brothers Inc. | |
| 08.05.2008 | Commerzbank hold | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 08.05.2008 | Commerzbank buy | Citigroup Corp. |
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