Hamburger Hafen und Logistik Aktie [WKN: A0S848 / ISIN: DE000A0S8488]

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15.05.2008 10:33
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ROUNDUP: Hafenkonzern HHLA dank hoher Auslastung mit Gewinnanstieg

        HAMBURG (dpa-AFX) - Der Hamburger Hafenkonzern HHLA  hat im ersten Quartal dank hoher Auslastung einen deutlichen Gewinnanstieg verbucht. Grund des Wachstums ist das weiterhin rasante Handelswachstum mit Asien, Osteuropa und Skandinavien. Dabei setzten die Hamburger das Volumenwachstum dank der Optimierung von Umschlag und Transport in einen überproportionalen Gewinn um. Zudem bekräftigte die im MDAX  notierte Hamburger Hafen und Logistik AG am Donnerstag die Jahresprognose zweistelliger Wachstumsraten bei Umsatz, Umschlag und Gewinn. Der Umsatz soll von zuletzt 1,18 auf mehr als 1,3 Milliarden Euro steigen, der Gewinn vor Zinsen und Steuern von 288 auf 300 Millionen Euro. Die Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen am Markt. Im frühen Handel legte die Aktie um 4,81 Prozent auf 57,79 Euro zu.

    Im ersten Quartal, traditionell im Hafengeschäft eines der schwächeren im Jahr, wuchs das Containeraufkommen in Hamburg um 5 Prozent. Haupttreiber waren die Fahrtgebiete Asien mit plus 7,1 Prozent und Osteuropa mit plus 9,6 Prozent, die inzwischen zusammen rund 70 Prozent des Hamburger Umschlages ausmachen.

    Der Hamburger Hafen profitierte vom Ausbau seiner Aktivitäten entlang der logistischen Kette zwischen Überseehafen und osteuropäischem Hinterland. Zwischen Januar und März erhöhte sich der Umsatz zum Vorjahresquartal von 277,7 auf 320,8 Millionen Euro und lag damit über der Analystenschätzung von 306 Millionen Euro. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern verbesserte sich die HHLA von 71,3 auf 92,6 Millionen Euro (Prognose: 76 Mio). Vor Anteilen Dritter schraubten die Hamburger den Überschuss von 41,2 auf 59,6 Millionen Euro herauf (Prognose: 46,5 Mio). Nach Minderheiten erhöhte sich der Gewinn von 33,8 auf 42,7 Millionen Euro.

SPARTEN

    Die Container-Sparte mit Terminals in Hamburg und Odessa trug dank hoher Auslastung und höheren Preisen mit 75,8 Millionen Euro (+28,8%) den Löwenanteil des EBIT bei. Treiber waren in erster Linie Preissteigerungen und erhöhte Lagergebühren. Mit diesen Gebühren will die HHLA zudem die Stellflächen am Hafen verteuern und die Verweildauer verkürzen.

    Zweites Hauptgeschäftsfeld ist die Bahnsparte, welche für den Transport der Container vom Überseehafen in das osteuropäische und russische Hinterland sorgt. Hier konnte die HHLA mit den Bahngesellschaften Metrans den Zug-Aufbau für die Containerfracht optimieren und längere, vollere Züge in den Osten fahren lassen. Das EBIT der Sparte erhöhte sich um 72 Prozent auf 14,7 Millionen Euro.

    Das Logistikgeschäft, welches sich auf den Umschlag von Fahrzeugen und Früchten konzentriert, verzeichnete einen Gewinnrückgang um 25,6 Prozent auf 2,5 Millionen Euro. Grund waren Störungen durch den Ausbau des O'Swaldkai. Mit einem neuen Eincheck-Tor will die HHLA nun die Terminabläufe verbessern. Zudem soll ein Parkhaus die Fahrzeuglogistik und ein automatisiertes Kühlhaus die Qualität der Fruchtlagerung erheblich verbessern. Mit 2,6 Millionen Euro entfiel nur ein kleiner Teil des EBIT auf das Immobilien-Geschäft in der boomenden Speicherstadt und der Fischmarkt Hamburg-Altona GmbH.

CONTAINERGESCHÄFT BOOMT WEITER

    Der weltweite Containerumschlag entwickelt sich weiterhin dynamischer als Weltwirtschaft und Welthandel. Während das Bruttoweltprodukt in diesem Jahr laut IWF um 3,7 Prozent und der Welthandel um 5,6 Prozent zulegen sollen, rechnet der Schiffahrts-Marktforscher und -Berater für den Containerumschlag mit einem Wachstum von elf Prozent.

    Dem anhaltenden Mengenwachstum im Containerumschlag begegnet die HHLA mit einem Ausbau der Kapazitäten. Jüngst hatte Vorstandschef Vorstandschef Klaus-Dieter Peters angekündigt, bis 2012 werde die HHLA 1,5 Milliarden Euro in die Modernisierung und den Ausbau seiner Umschlaganlagen und der Transport- und Logistikaktivitäten investieren. Daher soll die Umschlagkapazität im Hamburger Hafen von 6,7 Millionen Containern 2007 bis 2012 auf zwölf Millionen Container wachsen.

    Die HHLA wickelt am Hamburger Hafen in erster Linie Handel mit Asien, Osteuropa und Skandinavien ab. Dabei kommen Container per Schiff an und werden per Bahn nach Mittel- und Osteuropa weiter transportiert. Daher sieht sich die HHLA kaum den Auswirkungen der internationalen Finanzkrise ausgesetzt. Das Nordamerika-Geschäft macht nur 3,2 Prozent an der Umschlagleistung aus. Der Löwenanteil entfällt mit 56 Prozent auf Asien, weitere 27 Prozent auf Osteuropa und Skandinavien./fn/wiz

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