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ROUNDUP: Hewlett Packard steigt groß in IT-Dienstleistungen ein - Kauf von EDS
Die Börsianer waren in ersten Reaktionen wenig angetan. Obwohl der Konzern zeitgleich gute Zahlen fürs abgelaufene zweite Geschäftsquartal präsentierte und seine Jahresprognose anhob, verlor die Aktie vorbörslich 3,68 Prozent auf 45,02 Dollar. EDS bauten unterdessen ihre Vortagesgewinne vorbörslich um 0,46 Prozent auf 24,24 Dollar aus. Das "Wall Street Journal" hatte bereits über die bevorstehende Übernahme berichtet. HP bietet 25 Dollar je Aktie in bar, finanziert unter anderem über Kredite.
SERVICEUMSÄTZE VERDOPPELN
Die Übernahme ist eine der größten in der HP-Geschichte. Im Jahr 2002 kaufte der Konzern den Computerhersteller Compaq für rund 20 Milliarden Dollar und machte sich damit weniger abhängig vom Geschäft mit Druckern. EDS ist einer der führenden IT-Dienstleister weltweit. Im vergangenen Jahr war auch über ein Interesse der Deutschen Telekom an dem Unternehmen spekuliert worden.
Das Service-Geschäft bringt bislang rund 15 Prozent der Umsätze im HP-Konzern. Diesen Wert will Unternehmenschef Hurd nun mit einem Schlag mehr als verdoppeln. Ziel ist es, vom fünften Platz der Serviceprovider auf den zweiten Platz vorzurücken. In diesem Geschäftsfeld hat sich vor allem IBM einen Namen gemacht. Doch auch ohne EDS konnte HP in der jüngsten Vergangenheit Erfolge feiern. Erst Anfang des Jahres hatte zum Beispiel die Deutsche Post den Amerikanern die Verwaltung ihrer Rechenzentren und das Datenmanagement übertragen.
JAHRESPROGNOSE ANGEHOBEN
Mit dem Abschluss des Zukaufs rechnet HP im zweiten Halbjahr. Im Geschäftsjahr 2009 soll der Gewinn vor Sonderposten durch die Übernahme steigen, ab 2010 dann auch der Gewinn unterm Strich. In diesem Jahr rechnet HP ungeachtet der Übernahme mit einer Ergebnisverbesserung. Der Konzern geht nun von einem bereinigten Ergebnis je Aktie zwischen 3,54 und 3,58 Dollar aus, nachdem bislang maximal die untere Grenze erreichbar schien. Der Umsatz soll zwischen 114,2 und 114,4 Milliarden Dollar liegen; bislang hatte sich HP höchstens 114 Milliarden Dollar zugetraut.
Ausgangspunkt für die Prognoseanhebung war das gute Abschneiden im zweiten Quartal, in dem HP die Analystenschätzungen übertraf. Der Konzern verbesserte nach vorläufigen Zahlen den bereinigten Gewinn je Aktie von 0,70 Dollar im Vorjahreszeitraum auf 0,87 Dollar. Der Umsatz zwischen Januar bis März wuchs von 25,5 auf 28,3 Milliarden Dollar. Im dritten Quartal soll der Umsatz nun zwischen 27,3 und 27,4 Milliarden Dollar liegen und das bereinigte Ergebnis je Aktie zwischen 0,82 und 0,83 Dollar./das/wiz
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