20.05.2008 13:00
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ROUNDUP: Home Depot leidet schwer unter US-Immobilienkrise

        ATLANTA (dpa-AFX) - Die weltgrößte Baumarktkette Home Depot hat in den ersten drei Monaten des Jahres schwer unter der US-Immobilienkrise gelitten. Der Gewinn je Aktie (EPS) brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 0,53 auf 0,21 Dollar ein, wie das Unternehmen am Dienstag in Atlanta mitteilte. Darin enthalten sind Kosten für die Schließung von Filialen und aufgegebene Pläne für Neueröffnungen. Diese ausgeklammert, betrug das EPS 0,41 Dollar. Die 20 von Thomson First Call befragten Analysten hatten mit 0,37 Dollar gerechnet. Der Umsatz sank von 18,55 auf 17,91 Milliarden Dollar (Prognose 17,61). Einen aktualisierten Ausblick gab das Unternehmen nicht.

     Im Zuge der Immobilienkrise geben die US-Hausbesitzer weit weniger als bisher für Renovierungen und Neubauten aus. "Die Situation hat sich in Teilen des Landes verschlechtert", sagte Konzernchef Frank Blake. Er verteidigte die Entscheidung, den Ausbau des Geschäfts zu bremsen. Die Pläne für 50 neue Filialen strich das Unternehmen zum Monatsanfang, 15 schlecht laufende Niederlassungen mit zusammen 1.300 Angestellten will der Konzern schließen. Die Umstrukturierung alleine schlug im ersten Quartal mit 543 Millionen Dollar zu Buche, was den Überschuss von 1,046 Milliarden auf 356 Millionen Dollar einbrechen ließ. Ohne diese Belastung hätte Home Depot 697 Millionen Dollar verdient.

AUCH KONKURRENZ DARBT

    Im Geschäftsjahr 2007 war der Überschuss bereits um fast ein Viertel auf 4,4 Milliarden Dollar eingebrochen. Home Depot betreibt derzeit mit mehr als 300.000 Beschäftigten rund 2.258 Filialen, den Großteil davon in den USA und Kanada. In diesem Jahr sollen 55 neue Filialen entstehen, darunter 36 in den USA. Die Investitionen fürs laufende Jahr hat Home Depot jedoch früheren Angaben zufolge von 3,6 auf 2,3 Milliarden Dollar gekappt.

    Zu Wochenbeginn hatte bereits Konkurrent Lowe's   einen Gewinneinbruch vermeldet und seine Prognose gekappt. Angesichts steigender Lebensmittel- und Energiepreise und einer sich verschlechternden Situation auf dem Arbeitsmarkt würden die Menschen weniger Geld für Häuserreparaturen oder -käufe ausgeben, begründete die Nummer zwei der Branchen ihr Abschneiden./das/sc/zb

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