29.04.2008 16:27
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ROUNDUP: KPN dank E-Plus mit Gewinnplus im Auftaktquartal

        DEN HAAG/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der niederländische Telekomkonzern KPN   hat sein Ergebnis im Auftaktquartal erhöht. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sei um 3,5 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro gewachsen, teilte der Mutterkonzern des Mobilfunk-Unternehmens E-Plus am Dienstag in Den Haag mit. Der Umsatz sprang um ein Fünftel auf 3,57 Milliarden Euro und der Überschuss um 6,7 Prozent auf 334 Millionen Euro.

    Vorstandschef Ad Scheepbouwer äußerte sich zufrieden über den Quartalsverlauf. Er sei zuversichtlich, dass das zuletzt für dieses Jahr genannte EBITDA-Ziel von 3,17 Milliarden Euro übertroffen werde. Neben den Zuwächsen der deutschen Tochter E-Plus trug die Übernahme des IT-Dienstleisters Getronics zum Umsatzplus bei. E-Plus erzielte einen Umsatzzuwachs von 8,2 Prozent auf 755 Millionen Euro und stemmte sich damit erneut gegen den allgemeinen Branchentrend. Das EBITDA erhöhte sich um 12,3 Prozent auf 284 Millionen Euro. Mit seiner Bilanz erfüllte KPN die Erwartungen der Analysten. Die Aktien des Unternehmens tendierten am Nachmittag an der nahezu unveränderten Amsterdamer Börse sehr schwach.

E-PLUS-CHEF: '2008 WERDEN WIR AN DEN ERFOLG VON 2006 UND 2007 ANKNÜPFEN'

    E-Plus ist der am schnellsten wachsende Mobilfunkanbieter Deutschlands, der im Auftaktquartal seine Kundenbasis um knapp 600.000 auf 15,4 Millionen gesteigert hat. Für den weiteren Jahresverlauf demonstrierte E-Plus-Chef Thorsten Dirks Zuversicht: "2008 werden wir an den Erfolg von 2006 und 2007 anknüpfen."

    In diesem Jahr werde das Unternehmen darüber hinaus die Weichen für das jetzt anziehende Geschäft mit mobilen Datendiensten durch neue Partnerschaften, Geschäftsmodelle und den weiteren Netzausbau stellen. Diese Geschäft ziehe an, sagte Dirks. Anders als die Konkurrenten T-Mobile , Vodafone und O2 ok   hatte sich E-Plus bislang ganz auf Sprache und SMS konzentriert.

E-PLUS UNBEEINDRUCKT VON FREENET/DEBITEL-ZUSAMMENSCHLUSS

    Durch den Zusammenschluss von Freenet  und Debitel zum größten Mobilfunkprovider zeigte sich Dirks unbeeindruckt. "Da haben sich zwei Kranke zusammengetan." Dies ändere nichts dran, dass das Modell der Serviceprovider nicht mehr tragfähig sei. Debitel und Freenet sind Zwischenhändler von Handy-Verträgen und kommen zusammen auf rund 19 Millionen Kunden.

    Das Missbrauchsverfahren des Bundeskartellamts gegen deutsche Handy-Anbieter wird sich nach Einschätzung von Dirks einige Zeit hinziehen. "Der Fragenkatalog ist sehr umfangreich und die Auswertung wird bestimmt einige Zeit in Anspruch nehmen.", sagte er der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die Kartellwächter prüfen, ob die Marktführer T-Mobile und Vodafone D2 ihre Marktmacht ausgenutzt haben. Kunden der beiden Firmen könnten untereinander günstiger telefonieren.

        Angestrengt wurde das Verfahren von der E-Plus-Muttergesellschaft, die auch in Belgien klagt. Dirks betonte, dass sich seine Unternehmen bereits seit drei Jahren für faire Rahmenbedingungen in Deutschland einsetze. Ziel sei es, den Kunden günstige Mobilfunkpreise anbieten zu können. Das Kartellamt hatte die Eröffnung des Missbrauchsverfahrens bestätigt, sich aber nicht zum Zeitrahmen geäußert./mur/he

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