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ROUNDUP/Kreise: Deutsche Bank an IVG-Kavernengeschäft interessiert
Auch die IVG selbst wollte keine Angaben zu möglichen Interessenten machen. Es gebe unverändert eine große Zahl von Interessenten, konkrete Namen könne man aber noch nicht nennen, sagte ein Sprecher auf Nachfrage. Finanzkreisen zufolge sollen zu den Interessenten neben dem Deutsche-Bank-Fonds auch der Infrastrukturfonds der australischen Großbank Macquarie und der Finanzinvestor 3i gehören. Das Kavernengeschäft sei vor allem wegen seiner stabilen Ertragslage in den Fokus der Anleger gerückt. Weitere Investoren sollen bereits Interesse signalisiert haben.
AKTIE SPRINGT AN
An der Börse legten IVG-Papiere am Vormittag um bis zu 12,76 Prozent auf ein Tageshoch von 17,23 Euro zu. Am frühen Nachmittag lag die Aktie mit 16,34 Euro noch 6,94 Prozent im Plus. Händlern zufolge stehen Gebote um die 1,5 Milliarden Euro für das Kavernengeschäft im Raum. Damit würden die Gebote zwar unter den von IVG angepeilten 1,9 bis 2,5 Milliarden Euro liegen, sagte ein Analyst."Es dürfte aber positiv sein, dass es überhaupt Interessenten gibt." Zahlreiche Investoren hätten sich bereits gefragt, ob die IVG tatsächlich gewillt sei, das Kavernengeschäft im zweiten Halbjahr zu verkaufen. Daher sei jede Neuigkeit um den Verkaufsprozess gut für den Aktienkurs.
"Im Laufe des zweiten Halbjahres wollen wir zu einen Ergebnis kommen", bekräftigte der IVG-Sprecher. Das Unternehmen hatte im Februar den Verkauf des Kavernengeschäfts eingeleitet und Interessenten zur Abgabe nicht-bindender Angebote bis Anfang Juni aufgefordert. Dabei wird sowohl ein Teil- als auch ein Gesamtausstieg oder die Einbringung in einen Fonds in Betracht gezogen. Den Wert des Geschäftsbereichs hatte IVG-Chef Wolfhard Leichnitz im März auf insgesamt mindestens 1,5 Milliarden Euro beziffert. Der bereinigte operative Gewinn der Sparte lag im vergangenen Jahr bei 124 Millionen Euro.
STABILE ERTRÄGE
Beobachter gehen davon aus, dass die genannten Investoren aus der Finanzbranche vor allem am Bestandsgeschäft interessiert sein dürften und sich für den künftigen Ausbau des Kavernennetzes einen strategischen Partner ins Boot holen könnten. Neben den bestehenden 40 unterirdischen Öl- und Gaslagerstätten in Norddeutschland besitzt die IVG die Rechte für den Bau weiterer 90 Kavernen bis 2020.
Ihre Lagerstätten vermietet die IVG sowohl an Energieunternehmen als auch an den Hamburger Erdölbevorratungsverband, der im Auftrag des Bundes Benzin, Diesel und Heizöl für Krisenfälle einlagert. Die eingelagerte Menge muss laut Gesetz den deutschen Bedarf für 90 Tage decken. Vor allem diese staatliche Erdölbevorratung ermögliche im Kaverngeschäft stabile Erträge und eine hohe Planungssicherheit./fj/edh/fn
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