JENA/WASHINGTON (dpa-AFX) - Ein US-Gericht hat eine millionenschwere Schadenersatzklage der Asyst Technologies Inc. gegen den Optik-Konzern Jenoptik abgewiesen. In dem seit etwa zwölf Jahren andauernden Rechtsstreit um Patentrechte habe die Berufungsinstanz in Washington die Ansprüche des US-Unternehmens als unbegründet bewertet, teilte die Jenoptik AG am Montag in Jena mit. Bei der juristischen Auseinandersetzung ging es um Schadenersatzforderung in Höhe von 57,6 Millionen Euro. Die patentrechtlich umstrittene Technologie betraf das von Jenoptik 1999 aufgegebene Geschäftsfeld Automatisierungstechnik für die Halbleiterindustrie.
Nach Einschätzung des Jenaer Unternehmens ist das Verfahren, das mehrfach durch die Instanzen gegangen war, mit der Entscheidung des Berufungsgerichts beendet. Ein möglicher Antrag der unterlegenen Seite auf nochmalige Prüfung der Entscheidung habe "nur in sehr wenigen Ausnahmefällen Aussicht auf Erfolg", erklärte das Thüringer Optik-Unternehmen. Zuvor hatte ein Gericht in San José die Schadenersatzklage gegen Jenoptik abgewiesen.
Der Gerichtserfolg dürfte kaum Auswirkungen auf die diesjährige Jenoptik-Geschäftsbilanz haben. Es seien keine Rückstellungen für mögliche Schadenersatzansprüche gebildet worden, deren Auflösung das Konzernergebnis 2008 beeinflussen würde, sagte eine Unternehmenssprecherin der dpa. Vorsorge im einstelligen Millionenbereich sei jedoch für Prozesskosten getroffen worden.
Die börsennotierte Jenoptik rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem Umsatz von mehr als 550 Millionen Euro bei einem Betriebsergebnis (EBIT) von 37 bis 40 Millionen Euro. Beschäftigt werden rund 3400 Mitarbeiter./ro/DP/wiz