21.01.2008 08:57
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ROUNDUP: Philips profitiert von Anteilsverkäufen - Auch operativ erfolgreich

        AMSTERDAM (dpa-AFX) - Der niederländische Elektronikkonzern Philips   hat im vierten Quartal vor allem dank Beteiligungsverkäufen einen Milliardengewinn erzielt. Doch auch operativ lief es so gut, dass der Konzern sich auf Kurs sieht, seine mittelfristigen Ziele zu erreichen. Der Überschuss verdoppelte sich in den Monaten Oktober bis Dezember im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,39 Milliarden Euro, wie der Konzern am Montag in Amsterdam mitteilte. Davon stammten knapp 1,09 Milliarden Euro aus dem schrittweisen Rückzug beim taiwanischen Halbleiter-Unternehmen TSMC und beim Flachbildschirm-Hersteller LG Philips LCD, einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem südkoreanischen Wettbewerber LG .

 

    Mit dem Ergebnis traf Philips die hochgesteckten Erwartungen der Analysten; beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) und beim Umsatz konnte der Konzern die Prognosen gar übertreffen. Beim EBITA legte Philips von 665 auf 865 Millionen Euro zu. Der Umsatz stieg von 8,13 auf 8,37 Milliarden Euro. "Wir sind gut aufgestellt, unsere 'Vision 2010'-Ziele zu erreichen", sagte Konzernchef Gerard Kleisterlee, wenngleich er 2008 als ein "herausforderndes Jahr" sieht. Mit einem Unternehmensumbau will Philips bis 2010 seinen operativen Gewinn verdreifachen und die EBITA-Marge auf mehr als 10 Prozent treiben, was fürs Schlussquartal mit 10,3 Prozent bereits gelungen ist

 

    MILLIARDENSCHWERE ZUKÄUFE

 

    Die Niederländer haben ihre Aktivitäten zum Jahresanfang in den drei Geschäftsbereichen Gesundheit (Healthcare), Beleuchtung (Lighting) und Konsumelektronik (Consumer Lifestyle) gebündelt. Während Randaktivitäten wie das Halbleitergeschäft abgestoßen werden, stärkt Philips die Kernbereiche. So ist der Konzern dabei, den US-Beleuchtungsspezialisten Genlyte  für umgerechnet 1,8 Milliarden Euro zu übernehmen und den US-Medizintechnik -Hersteller Respironics  für umgerechnet 3,6 Milliarden Euro. Beide Zukäufe sollen noch im laufenden Quartal abgeschlossen werden.

 

    Trotz dieser Milliardenausgaben hat Philips noch genug Geld in der Kasse, seine Aktionäre an der guten Geschäftsentwicklung teilhaben zu lassen. So soll die Dividende 2007 von 60 auf 70 Eurocent angehoben werden. Daneben will der Konzern bis zum Ende dieses Jahres Aktien im Wert von 5 Milliarden Euro zurückkaufen. Die Ankündigungen sorgten im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz dafür, dass Philips-Aktien in einem schwachen Markt nur leicht nachgaben. Sie verloren 0,29 Prozent auf 24,31 Euro./das/fn/wiz

 

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