NÜRNBERG/HAMBURG (dpa-AFX) - Im Bieterwettstreit um das britische Meinungsforschungsinstitut TNS unterstützt nach Medienberichten der Hamburger Milliardär Günter Herz die GfK. Herz wolle die Nürnberger Konsumforscher in die Lage versetzen, ein höheres Angebot abzugeben als die mitbietende WPP-Gruppe , berichtete der Onlinedienst "manager-magazin.de" am Donnerstag.
Die GfK lehnte jeden Kommentar zu dem Bericht ab. Auch das Büro der Vermögensverwaltung von Günter Herz wollte keine Angaben machen. Man nehme zu solchen Spekulationen und Berichten grundsätzlich keine Stellung, hieß es.
WPP hatte zunächst 1,08 Milliarden Pfund (1,35 Mrd Euro) für Taylor Nelson Sofres (TNS) angeboten. Die GfK reagierte daraufhin mit der Ankündigung, nun selbst ein Angebot vorzulegen. Das WPP-Angebot hatte die ursprünglich geplante "Fusion unter Gleichen" zwischen GfK und TNS hinfällig werden lassen.
Günter Herz war früher gemeinsam mit seiner Schwester Daniela Miteigentümer von Tchibo und Beiersdorf. Beim Verkauf ihrer Anteile erlösten sie mehrere Milliarden Euro. Seitdem beteiligten sie sich unter anderem am Sportartikelhersteller Puma und an dem Schiffdienstleister Germanischer Lloyd./kt/DP/stw