AIR France - KL Aktie [WKN: A0CA0N / ISIN: US0091191082]

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18.04.2008 15:27
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ROUNDUP: Putin und Berlusconi wollen Kooperation stärken - Gas und Alitalia

        ROM (dpa-AFX) - Der scheidende russische Präsident Wladimir Putin und Italiens künftiger Regierungschef Silvio Berlusconi wollen die Zusammenarbeit ihrer Länder im Energie- und Luftfahrtsektor verstärken. Die russische Aeroflot stehe bereit, in die Verhandlungen über eine Übernahme der maroden Fluggesellschaft Alitalia   wieder einzugreifen, sagte Putin am Freitag auf Italiens Mittelmeerinsel Sardinien. Auch Berlusconi betonte mit Blick auf die festgefahrenen Übernahmeverhandlungen mit Air France-KLM , dass auch Aeroflot erneut in die Gespräche einbezogen werden könnte.

 

      Aeroflot habe ihr Interesse an Alitalia bekundet, sagte Berlusconi. Die italienische Zeitung "Il Giornale" meldete hingegen, dass Aeroflot-Chef Waleri Okulow einen Zusammenschluss mit Alitalia bereits ausgeschlossen habe. Aeroflot gehört zu 51 Prozent dem russischen Staat. Berlusconi prüft derzeit, wie Alitalia erhalten werden kann. Italiens Regierung will ihren 49,9-prozentigen Alitalia-Anteil verkaufen. Neben dem Verkauf an Aeroflot hält sich Berlusconi eine Lösung mit einem italienischen Konsortium und einem internationalen Partner offen.

 

AIR FRANCE-KLM BLEIBT IM RENNEN

 

    Zudem hat Italiens künftiger Premier bereits angekündigt, sich wegen der festgefahrenen Verhandlungen über einen Verkauf der Alitalia an Air France-KLM   auch mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy austauschen zu wollen, dies aber erst nach dem offiziellen Antritt seiner Regierung. Dieser wird nicht vor Anfang Mai erwartet. Im Wahlkampf hatte sich Berlusconi für eine "italienische Lösung" für die Airline stark gemacht, die täglich eine Million Euro Verlust einfliegt. Bis zu einer Lösung des Problems will Berlusconi Alitalia mit einem Überbrückungsdarlehen am Leben erhalten.

 

    Berlusconi hatte Putin nur Tage nach seinem Sieg bei den Parlamentswahlen in Italien als ersten internationalen Staatsgast in seiner Villa auf Sardinien empfangen. Italiens Stimme habe Gewicht in der EU, sagte Putin, Moskau zähle auf die Unterstützung durch Rom in der Union. Die freundschaftlichen Beziehungen würden mit neuen Regierungen nicht abreißen. Berlusconi, der frühestens im Mai das Amt des Ministerpräsidenten zum dritten Mal nach 1994 und 2001 offiziell antreten wird, setzte sich dafür ein, die Visumspflicht zwischen Russland und der EU abzuschaffen.

 

KOOPERATION ZWISCHEN GAZPROM UND ENI

 

    Beide sprachen auch über die zukünftige Zusammenarbeit zwischen dem russischen Konzern Gazprom   und dem italienischen Energiekonzern Eni  . Putin und Berlusconi gelten als sehr enge Freunde. In Libyen hatte Putin zuvor mit Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi unter anderem über Kampfjets und Flugabwehrraketen sowie eine engere Zusammenarbeit beider Staaten im Energiesektor gesprochen. Putin wollte nach seinem Stopp auf Sardinien nach Moskau zurückkehren./stw/ka/DP/nt/FX/he

 

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