14.05.2008 11:00
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ROUNDUP: Q-Cells profitiert auch im ersten Quartal von anhaltendem Solar-Boom

        THALHEIM (dpa-AFX) - Der anhaltende Boom der Sonnenenergie-Branche hat dem Solarzellen-Hersteller Q-Cells  auch im ersten Quartal starke Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis beschert. Die Kennziffern fielen noch besser als die ohnehin hohen Markterwartungen aus. Die Prognosen für die Jahre 2008 bis 2010 bekräftigten die Thalheimer. Dies dürfte ihnen angesichts einer millionenschweren Kreditzusage zur Finanzierung des weiteren Wachstums nicht schwergefallen sein. Die Börse reagierte enthusiastisch auf die Nachrichten und schickte die Q-Cells-Aktie am Vormittag steil nach oben. Zuletzt notierte das Papier in einem gut behaupteten Markt 3,7 Prozent fester bei 74,26 Euro.

    Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, legte der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 63 Prozent auf 58,9 Millionen Euro zu. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Betriebsergebnis von 53,4 Millionen Euro gerechnet. Beim Überschuss verbuchte Q-Cells ein Plus von 61 Prozent auf 54,4 Millionen Euro, verglichen mit der Markterwartung von 49,6 Millionen Euro. Ohne Berücksichtigung des anteiligen Ergebnisses von REC Renewable Energy sowie der Aufwertung der Verkaufsoptionen auf die REC-Aktien stieg der Überschuss um 54 Prozent auf 36,7 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 65 Prozent auf 269,7 Millionen Euro und lag damit ebenfalls deutlich über der Konsensschätzung von 249,4 Millionen Euro.

AUSBLICK BESTÄTIGT

    Die Produktion im ersten Quartal erhöhte sich um 50 Prozent auf 117,0 Megawattpeak (MWp), liegt damit jedoch unter dem Wert im vorangegangenen Quartal (132,6 MWp). Das Unternehmen begründete dies mit Umbaumaßnahmen bei verschiedenen Produktionslinien, um deren Kapazitäten bis Mitte des Jahres zu erhöhen. Die Exportquote kletterte im Berichtszeitraum von 57,6 Prozent im Vorjahr auf 69,7 Prozent. Der wichtigste Auslandsmarkt war Spanien, während die höchsten Wachstumsraten in Indien und Südkorea erzielt wurden.

    Für das Gesamtjahr 2008 geht die Gesellschaft weiterhin von einem Umsatz von 1,275 Milliarden Euro, einem EBIT von 252 Millionen Euro und einem Überschuss von rund 200 Millionen Euro aus. Für 2009 prognostiziert Q-Cells Erlöse von mehr als 2 Milliarden Euro, davon rund 50 Millionen Euro aus dem internationalen Geschäft. Für das Jahr 2010 wird mit einem Produktionsvolumen im Kerngeschäft von 1,5 Gigawattpeak (GWp) und im Dünnschicht-Bereich von 400 bis 600 MWp gerechnet.

KREDIT

    Weiteren Angaben zufolge hat Q-Cells zur Finanzierung des weiteren Wachstums eine Kreditzusage für bis zu 750 Millionen Euro von einem internationalen Bankenkonsortium mit einer Laufzeit bis 31. März 2009 erhalten. Zudem wurde die Verschmelzung sowie der Formwechsel in eine europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea/SE) beschlossen. Dem soll die Hauptversammlung am 26. Juni 2008 in Leipzig zustimmen.

    Börsianer zeigten sich in ersten Reaktionen einheitlich positiv überrascht von den Neuigkeiten. Commerzbank-Analyst Erkan Aycicek sprach von "starken Ergebnissen". Umsatz und operatives Ergebnis hätten über seinen Prognosen gelegen. Allerdings habe Q-Cells die Jahresziele nicht wie erwartet erhöht. Aycicek fühlt sich von der Bilanzvorlage in seiner positiven Sicht von Q-Cells bestätigt./edh/fj/wiz

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