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ROUNDUP: Real-Sanierung und Adler-Abschreibung werden METRO-Ergebnis belasten
Darüber hinaus schreibt METRO die Modekette Adler, für die der Konzern seit Jahren einen Käufer sucht, komplett ab. Dadurch entsteht ein nichtzahlungswirksamer Aufwand in Höhe von 312 Millionen Euro sowie weitere Belastungen in Höhe von 63 Millionen Euro, etwa aus Mietverpflichtungen.
Die Aufwendungen werden laut METRO weder die Ergebnisprognose noch den Dividendenvorschlag für das laufende Jahr beeinflussen. Der Konzern will weiterhin 2008 sein um Sonderfaktoren bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um sechs bis acht Prozent steigern. Die Geschäftsergebnisse für das zweite Quartal will METRO am kommenden Donnerstag (31. Juli) vorlegen.
REAL-SANIERUNG – ADLER-VERKAUF
Die Real-Lebensmittelmärkte sind das Sorgenkind des Düsseldorfer Konzerns. METRO-Chef Eckhard Cordes hatte deshalb im Frühjahr der defizitären Tochter eine Schonfrist von zwei Jahren eingeräumt. Im Juni wurden dann 27 der insgesamt 350 Standorte in eine neue Gesellschaft ausgegliedert, für die sich eine Sanierung aus METRO-Sicht nicht lohnt, und die entweder verkauft oder geschlossen werden sollen. Die METRO müsse ihre "Schwachstellen konsequent abarbeiten", betonte Cordes am Freitag laut Mitteilung erneut. Stattdessen wolle sich der Konzern stärker auf seine Wachstumstreiber konzentrieren. Dazu zählen der Großhandel Cash & Carry sowie die Elektronikkette Media Markt/Saturn, die beide vor allem im Ausland wachsen. Seine auf den deutschen Markt fokussierte Warenhaustochter Kaufhof hat METRO ebenfalls auf die Verkaufsliste gesetzt.
Ebenfalls nicht mehr ins Konzept passen die Adler-Modemärkte. Bereits Cordes-Vorgänger Hans-Joachim Körber hat versucht, die 125 Märkte in Deutschland, Osterreich und Luxemburg zu verkaufen, allerdings ohne Erfolg. Angesichts des derzeit schwachen Textilmarktes soll die Trennung nun forciert werden. Laut Bankhaus-Metzler-Analyst Alexander Schlipf dürfte es aber schwierig sein, die Textilmärkte zu einem akzeptablen Preis zu veräußern. Nord/LB-Analystin Martina Noss sagte, anscheinend rechne METRO nicht damit, überhaupt einen Kaufpreis zu erhalten. Darauf wiesen die hohen Abschreibungen hin. Angesichts der sonstigen Belastungen könnten dem Handelskonzern im Gegenteil noch zusätzliche Kosten entstehen. Adler beschäftigt eigenen Angaben zufolge knapp 4.000 Vollzeit-Mitarbeiter. Das Unternehmen kommt auf einen Jahresumsatz von mehr als 650 Millionen Euro.
Die Aktie reagierte kaum auf die Nachricht./she/sk
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| 11.09.2008 | METRO verkaufen | Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA | |
| 04.09.2008 | METRO halten | Wertpapier |
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