16.05.2008 22:39
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ROUNDUP: Saudi-Arabien lehnt weitere Steigerung der Ölproduktion ab

        RIAD (dpa-AFX) - Das Herrscherhaus von Saudi-Arabien hat eine weitere Steigerung der Ölförderung des Königreichs abgelehnt. Ölminister Ali al-Nuaimi und Außenminister Prinz Saud al-Faisal sagten am Freitagabend nach einem Treffen von König Abdullah mit US-Präsident George W. Bush, eine Steigerung sei derzeit nicht nötig, da man bereits zum 10. Mai die Produktion um 300.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag erhöht habe. Damit habe man auf die wachsende Nachfrage auf dem Weltmarkt reagiert, erläuterten die Minister nach den Gesprächen mit Bush auf einem Anwesen des Herrschers außerhalb der saudischen Hauptstadt Riad. Der Preis für Öl aus den OPEC-Staaten liegt derzeit bei rund 118 US-Dollar pro Barrel.

    Bush war am Freitag mit dem Ziel nach Saudi-Arabien gereist, den größten Erdöl produzierenden Staat der OPEC zu einer Produktionssteigerung zu bewegen, um den Auftrieb des Rohölpreises zu stoppen. Das Königreich weigert sich, über die Produktionssteigerungen hinauszugehen, die es bereits für die kommenden vier Jahre angekündigt hat.

AUCH LAGE IM IRAK UND IM LIBANON WAR THEMA

    Zuvor hatten Bush und Abdullah über die Lage im Irak und im Libanon sowie über den Nahost-Friedensprozess gesprochen, wie die amtliche saudische Nachrichtenagentur SPA berichtete. Beide Seiten hätten eine Zusammenarbeit im Bereich der Nuklearenergie vereinbart. Im Libanon-Konflikt unterstützen Saudi-Arabien und die USA den pro-westlichen Regierungschef Fuad Siniora. Differenzen gibt es, was die Lage im Irak angeht. Vor allem entspricht das sunnitische Herrscherhaus von Saudi-Arabien bisher nicht dem Wunsch der US- Regierung, seine Beziehungen zu der von den Schiiten dominierten irakischen Regierung zu vertiefen.

    Bush kam im Anschluss an einen Israel-Besuch nach Saudi-Arabien, das keine diplomatischen Beziehungen zu dem jüdischen Staat unterhält. Vor seiner Abreise aus Israel hatte Bush das Bibel-Museum in Jerusalem besucht und sich mit israelischen Jugendlichen zu einem Gespräch getroffen. Zum Abschluss seiner Nahost-Reise wird Bush am Samstag im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich erwartet, wo am Sonntag eine Regionalkonferenz des Weltwirtschaftsforums beginnt. Am Rande der Konferenz wird der US-Präsident unter anderem mit dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak, Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai sowie Jordaniens König Abdullah II. zusammentreffen./da/DP/he



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