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ROUNDUP: Software AG im 2. Quartal mit starken Zahlen- Kein großer Zukauf 2008
Bis zum frühen Nachmittag legte die Aktie um 8,23 Prozent auf 45,50 Euro zu. Die Senkung der Umsatz-Erwartungen für webMethods sei erwartet worden, schriebt Analyst Thomas Becker von der Commerzbank. Zudem werde dies durch ein stärkeres ETS-Geschäft ausgeglichen. Knut Woller von UniCredit hob hervor, dass der Geschäftsbereich webMethods wieder in die Wachstumszone zurückgeführt wurde.
Im zweiten Quartal steigerten sich die Darmstädter nach einem schwachen Start ins Jahr und übertrafen sogar teilweise die Erwartungen. Der Umsatz stieg von 154,8 auf 168,8 Millionen Euro. Beim richtungsweisenden Lizenzumsatz trafen die Darmstädter die Prognose von 61,4 Millionen Euro punktgenau (57,3 Mio Euro im Vorjahr.). Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte von 36,7 auf 40,9 Millionen Euro zu (Prognose: 39,23 Mio Euro). Unterm Strich erhöhte sich der Überschuss von 24,6 auf 27,1 Millionen Euro.
Der Umsatz wurde durch eine Reihe von Währungseffekten gedrückt, wobei der schwache Dollar und das britische Pfund am stärksten zu Buche schlugen. Zulegen konnte die Software AG in allen Segmenten Lizenzen, Wartung und Services. Bereinigt um den Wechselkurseffekt legten die Lizenzen um 15 Prozent und die Wartung um 30 Prozent zu.
In Brasilien, wo das Unternehmen Prioritäten in dieses Jahr setzten will, übernahm die Software AG jüngst den Vertrieb vom bisherigen Partner und zeigt sich optimistisch für den Geschäftsausbau. "Wir sehen dort enormes Potenzial", sagte Zinnhardt. Auf das bisherige Umsatzziel von 25 bis 30 Millionen Dollar angesprochen, sagte er "Wir können das übertreffen. Die 30 Millionen liegen eher am unteren Ende der Range." In Japan peilen die Darmstädter 20 Millionen Euro Umsatz an.
In Sachen webMethods zeigte sich Zinnhard angesichts des verschlechterten Umfeldes vorsichtiger. Dabei entwickelte sich webMethods im Hauptmarkt USA, wo immer noch 50 bis 60 Prozent des Umsatzes erzielt werden, planmäßig. Trotz der Kreditkrise und des Abschwungs der amerikanischen Konjunktur kämen von dort weiterhin gute Aufträge. Und in Europa, wo sich die Software AG mit dem Verkauf von webMethods-Produkten bisher schwer tut, zeigen sich erste Früchte des Vertriebsumbaus. "Wir haben den Vertrieb fokussiert auf Abschlüsse zum Quartalsende", sagte Zinnhardt.
"Wir sind damit aber noch nicht am Ende. Weltweit soll die Qualität und die Effizienz im Vertrieb verbessert werden." Dabei sollen bisherige Vertriebsleute durch Schulungen lernen und neue Leute angeheuert werden.
Trotz der Schwierigkeiten mit der Umstellung des Vertriebs in Europa auf webMethods sieht Zinnhardt die Großübernahme als richtigen Schritt. "Die Akquisition ist eine absolut richtige gewesen. Vor drei Jahren waren im Geschäft mit Service orientierter Architektur (SOA) nicht aktiv. Heute sind wir weltweit die Nummer zwei oder drei."/fn/wiz
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