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ROUNDUP: Telekom-Konzerne fürchten Abkühlung der Konjunktur
Dies führe zu Zahlungsschwierigkeiten bei den Kunden, weswegen Anschlüsse gekappt werden müssten, sagte Stephenson. Der führende US-Telekomkonzern verdient rund jeden fünften Dollar mit privaten Festnetzkunden. Die Bereiche Geschäftskunden und Mobilfunk sieht Stephenson von der Entwicklung nicht beeinträchtigt. Es scheint, dass die Kunden bei finanziellen Engpässen zuerst ihren Telefon- und Breitbandanschlüsse kündigten, aber an ihrem Handy festhielten, sagte der Vorstandsvorsitzende.
T-AKTIE FÄLLT
Die Äußerungen des AT&T-Chef sorgten an den europäischen Börsen für Unruhe. So gaben die Kurse der Schwergewichte France Telecom , Deutsche Telekom und Telecom Italia am Mittwoch nach. Auch wenn die Aussagen keine direkten Auswirkungen hätten, seien auch diese Unternehmen von der Wirtschaftsentwicklung abhängig, begründeten Händler die Abschläge.
Die Deutsche Telekom lehnte einen Kommentar zu möglich Beeinträchtigung ab. Ein Sprecher verwiesen auf die Vorlage der Quartalszahlen im Februar. Die Telekom ist in Europa und den Vereinigten Staaten aktiv. Mit dem Ausbau der Auslandssparte will das Bonner Unternehmen die Rückgänge auf dem Heimatmarkt ausgleichen, wo der der harte Wettbewerb dem Unternehmen zu schaffen macht. Der Branchenverband VATM rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatzminus von rund 1,5 Prozent. Die Gründe dafür seien indes der harte Preiskampf sowie der Trend zu Bündelprodukten, sagte Verbandssprecher Wolfgang Heer.
VODAFONE WARNT
Auch Vodafone-Chef Arun Sarin warnt vor möglichen Belastungen durch eine Abschwächung der weltweiten Konjunktur. Das Jahr 2008 bringe neue Herausforderungen, da sich das makroökonomische Umfeld in den Industrieländern verschlechtere, hatte er in einem Interview gesagt. "Ich rechne nicht damit, dass viele Kunden sagen werden: 'Ich benutze mein Mobiltelefon nicht'." Allerdings könnten sich die Nutzer zurückhalten. Bislang habe Vodafone noch keine negativen Auswirkungen verzeichnet.
Vodafone baut derzeit seine Stellung in Asien, Afrika und Südamerika aus, um von dem Wirtschaftsboom in Ländern wie Indien zu profitieren. In den westeuropäischen Märkten hat sich das Wachstum wegen des harten Konkurrenzdrucks merklich abgekühlt; in einigen Ländern wie Deutschland verzeichnet Vodafone sogar Rückgänge.
Ungeachtet der Schwierigkeiten im Privatkundengeschäft bestätigte AT&T-Chef Stephenson die Prognose für 2007 und 2008. Der Gesamtkonzern werde dank der Treiber Mobilfunk und Breitbanddienste weiter wachsen, sagte Stephenson. Im laufenden Jahr will AT&T den Umsatz um rund fünf Prozent und den Gewinn pro Aktie im zweistelligen Prozentbereich steigern. Der Branchenprimus will am 24. Januar die Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr vorlegen./mur/fj
Aktien in diesem Artikel
| Vodafone Group | 20,4 | +1,5% | |
| AT&T | 25,8 | +0,3% | |
| Deutsche Telekom | 11,1 | -0,9% | |
| Telecom Italia (Risp) | 1,1 | +2,8% | |
| France Telecom | % |
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