Dow Chemical Aktie [WKN: 850917 / ISIN: US2605431038]

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29.01.2008 16:06
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ROUNDUP: US-Konzern Dow Chemical mit Gewinneinbruch - Stellenabbau und Kosten

        MIDLAND (dpa-AFX) - Beim größten US-Chemiekonzern Dow Chemical haben der laufende Stellenabbau sowie massiv gestiegene Rohstoff- und Energiekosten den Gewinn einbrechen lassen. Der Umsatz erreichte dagegen 2007 auch dank Preiserhöhungen einen neuen Rekord. Für weiteres Wachstum in diesem Jahr setze Dow Chemical angesichts der Unsicherheiten in den USA auf seine weltweite Stärke, sagte Konzernchef Andrew Liveris am Dienstag in Midland (Michigan).

 

    Der Überschuss sank im vierten Quartal um mehr als die Hälfte auf 472 Millionen Dollar (319 Mio Euro). Hohe Einmalkosten für den Abbau von rund 1000 Stellen und Werksschließungen schmälerten den Gewinn deutlich. Die Sondereffekte herausgerechnet, sank der Gewinn je Aktie von 0,89 auf 0,84 Dollar. Der Umsatz kletterte auf 14,2 Milliarden Dollar, ein Plus von 16 Prozent.

 

    Die Dow Chemical Company übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Die Aktie stieg zum Handelsstart um fast 4,5 Prozent Prozent auf 39,25 Dollar.

 

    Mittlerweile erzielt Dow Chemical zwei Drittel der Erlöse außerhalb der Vereinigten Staaten. Der Konzern beschäftigt weltweit rund 46 000 Mitarbeiter. Europa ist derzeit der Wachstumsbringer. Der Umsatz stieg hier im vierten Quartal um 24 Prozent. In Nordamerika wuchsen die Erlöse lediglich um neun Prozent, im Gesamtjahr 2007 stagnierten sie sogar.

 

    Die Kosten für Rohmaterialien und Energie seien im Schlussquartal um fast ein Drittel oder 1,7 Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahr gestiegen, sagte Liberis. Dow Chemical habe dies aber zu einem Großteil über im Schnitt zwölf Prozent höhere Preise für seine Produkte wettmachen können.

 

    Liveris treibt derzeit den Konzernumbau für mehr Gewinnwachstum voran. Erst im Dezember kündigte Dow Chemical an, sein großes Plastik-Geschäft in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Kuwait Petroleum einzubringen. Im vergangenen Jahr hatte der US-Konzern auch für rund eine halbe Milliarde Euro das deutsche Chemieunternehmen Wolff Walsrode vom Bayer-Konzern gekauft.

 

    Im Gesamtjahr 2007 stieg der Umsatz des Konzerns um neun Prozent auf 53,5 Milliarden Dollar. Der Überschuss fiel um 22 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie sank von 3,82 auf 2,99 Dollar./fd/so/DP/mf/

 

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