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ROUNDUP: UniCredit mit Gewinneinbruch - Rote Zahlen bei HVB belasten
Konzernweit sei der Überschuss im ersten Quartal um 51 Prozent auf 1,01 Milliarden Euro gesunken, teilte UniCredit am Donnerstag in Rom mit. Die Bank hatte zuletzt einen Gewinneinbruch in dieser Größenordnung angekündigt und auch Experten hatten eine Halbierung des Überschusses prognostiziert. Die operativen Erträge seien in den drei Monaten bis Ende März um 16,5 Prozent auf 6,45 Milliarden Euro gesunken. An der Börse wurden die Zahlen mit deutlichen Kursabschlägen quittiert. Die Aktie der im EuroSTOXX 50 notierten Bank gab bis zum frühen Nachmittag um 2,54 Prozent auf 4,82 Euro nach.
ROTE ZAHLEN BEI HVB
Als Belastung wirkte vor allem die HVB. Millionenschwere Abschreibungen auf strukturierte Wertpapiere hinterließen einen Verlust vor Steuern von 318 Millionen Euro, teilte die Tochter in München mit. Im Vorjahreszeitraum waren noch 1,105 Milliarden Euro Gewinn erwirtschaftet worden. Vor allem die Investmentbanking-Sparte rutsche tief in die roten Zahlen. Rund 500 Millionen Euro an Belastungen fielen allein bei ABS-Papieren an. Auch Zins- und Provisionsüberschuss gingen zurück.
Deutlich glimpflicher kam die österreichische Konzernschwester Bank Austria davon. Obwohl auch hier das Handelsergebnis wegen neuer Abschreibungen ins Minus drehte, ging der Vorsteuergewinn nur um ein Viertel auf 520 Millionen Euro zurück.
GEWINNZIEL GESENKT
Im Gesamtjahr rechne die Konzernmutter nun nur noch mit einem Gewinn von 52 bis 56 Cent je Aktie und liegt damit deutlich unter dem zuletzt genannten Ziel von 66 Cent. UniCredit-Chef Alessandro Profumo hatte allerdings schon im März gesagt, dass diese Prognose wegen des aktuellen Kapitalmarktumfelds nicht zu halten sei.
Profumo will bis Jahresende die zuletzt schwache Kernkapitalquote wieder auf sechs Prozent heben. Ende März habe diese für die Bonitätsbewertung und damit der Refinanzierungsmöglichkeiten einer Bank wichtige Kenngröße bei 5,5 Prozent gelegen. Langfristig peilt die UniCredit wieder eine Kernkapitalquote von 6,8 Prozent an. Eine Kapitalerhöhung sei hierzu aber nicht erforderlich, sagte Profumo./fj/zb/FX/APA/zb
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