30.06.2008 16:27
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ROUNDUP: Vossloh macht Verkauf des Gleisbaus perfekt

        WERDOHL (dpa-AFX) - Der Verkehrstechnik-Konzern Vossloh  hat den Verkauf seines Gleisbaus an den französischen Baukonzern Vinci perfekt gemacht. Der Kaufvertrag sei unterzeichnet worden, teilte das Unternehmen aus dem Sauerland am Montag mit. Vossloh habe das vor knapp zwei Wochen abgegebene, bindende Angebot der Franzosen nach der Zustimmung des Aufsichtsrats und der Arbeitnehmer angenommen. Wie damals vereinbart, erhält Vossloh 150 Millionen Euro.

    Vosslohs Gleisbau-Tochter sitzt in Frankreich und betreibt ihr Geschäft auch noch in Belgien und Luxemburg. Sie errichtet und wartet Strecken für den Nah- und Fernverkehr. Die Vossloh Infrastructure Services genannte Sparte erzielte zuletzt mit rund 1.500 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von gut 210 Millionen Euro. Das Geschäft ist nach Aussagen eines Sprechers profitabel.

SONDERFALL IM KONZERN

    Der Gleisbau ist ein Sonderfall im Konzern, dessen andere Sparten produzierend tätig sind. Hauptgeschäft ist die Fabrikation von Weichen sowie Halteklammern für Schienen. Daneben stellt Vossloh Diesellokomotiven, Straßenbahnen sowie Elektro- und Hybridbusse her. Zuletzt lag der Umsatz bei 1,23 Milliarden Euro.

    Inwiefern sich der Verkauf der Sparte auf die weitere Geschäftsentwicklung auswirkt, konnte der Sprecher noch nicht sagen: "Wir werden unsere Prognose zu gegebener Zeit anpassen." Auch zum Buchgewinn will sich das Unternehmen erst zu einem späteren Zeitpunkt äußern. Branchenkenner gehen davon aus, dass das Geschäft das Ergebnis im dritten Quartal treiben wird.

VOR VIER JAHREN ZUGEKAUFT

    Der Gleisbau war 2002 mit der Übernahme der französischen Cogifer-Gruppe in den Konzern gelangt. Insgesamt hatte Vossloh damals 296 Millionen Euro gezahlt. Die Cogifer-Gruppe bildete den Grundstein für die Weichenproduktion, dem mit einem Umsatz von zuletzt knapp 360 Millionen Euro größten Teil des Unternehmens.

    Bis zum Ende des Jahres will der Konzern nach bisherigen Angaben 1,34 Milliarden Euro erlösen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll von zuletzt 122 auf 142 Millionen Euro steigen und der Überschuss von 71 auf 91 Millionen Euro. Für das zweite Quartal legt das Unternehmen seine Zahlen am 30. Juli vor./das/tw

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