13.05.2008 15:30
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ROUNDUP: Wal-Mart trotzt im 1. Quartal schwierigem Einzelhandelsumfeld

        BENTONVILLE (dpa-AFX) - Der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart hat in seinem ersten Geschäftsquartal dem schwierigen Marktumfeld in den USA getrotzt. Dank Kosteneinsparungen im Konzern und Discount-Preisen in den Filialen, stieg der Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um knapp sieben Prozent auf 3,02 Milliarden US-Dollar. Je Aktie erhöhte sich der Gewinn von 0,68 auf 0,76 Dollar, wie Wal-Mart am Dienstag in Bentonville mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Cent weniger Gewinn gerechnet.

    Der Konzernumsatz kletterte in dem Ende April abgelaufenen Quartal um rund zehn Prozent auf 94,1 Milliarden Dollar. Im zweiten Quartal visiert Wal-Mart beim Gewinn je Aktie 0,78 bis 0,81 Dollar an und ist damit zögerlicher als die meisten Wall-Street-Experten. Die Analystenschätzungen liegen bei 0,81 Dollar. Im vorbörslichen Handel verlor die Wal-Mart-Aktie.

'WIRTSCHAFT SPIELT KRITISCHE ROLLE'

    "Wir hatten einen soliden Start", sagte Vorstandschef Lee Scott. Niedrige Preise, Kundenservice und operative Verbesserungen seien die Wachstumstreiber gewesen. Damit habe sich der Konzern auch gegen die durch steigende Energie- und Lebensmittelpreise verschärften wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stemmen können. "Es bleiben aber noch Unsicherheiten für den restlichen Verlauf des Jahres", sagte Scott in einer Telefonaufzeichnung. Die Wirtschaft spiele eine kritische Rolle.

    Laut Finanzchef Tom Schoewe dürfte der flächenbereinigte Umsatz im zweiten Quartal bestenfalls um zwei Prozent steigen. Wie sehr sich die Steuererstattungen der Regierung auf das Kaufverhalten der Verbraucher auswirken werden, sei noch nicht absehbar. Die hohen Transportkosten dürften für Wal-Mart den stärksten Gegenwind bedeuten.

    Insgesamt gehören die Discounter angesichts steigender Benzin- und Lebensmittelpreise zu den Gewinnern der aktuellen Krise. Entsprechend versuchen Billiganbieter wie Wal-Mart die Preise möglichst niedrig zu halten. Laut Eduardo Castro-Wright, Chef von Wal-Mart USA, würden die Kunden nach wie vor nicht nur das Nötigste kaufen, sondern sich durchaus auch etwas leisten. In den vergangen drei Monaten gingen neben Lebensmitteln vor allem Artikel aus der Unterhaltungselektronik gut./FX/she/wiz

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