06.05.2008 09:39
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ROUNDUP: adidas startet mit Gewinnsprung ins Sportjahr 2008 - Aktie gefragt

        HERZOGENAURACH (dpa-AFX) - Der Sportartikelhersteller adidas  ist mit einem Gewinnsprung in das Sportjahr 2008 gestartet und sieht sich gut für die anstehenden Großereignisse gerüstet. "Als Gruppe stehen wir so gut da wie noch nie. Insbesondere unsere Profitabilität hat sich verbessert", sagte Vorstandschef Herbert Hainer am Dienstag in Herzogenaurach. So stieg der Überschuss in den ersten drei Monaten um 32 Prozent auf 169 Millionen Euro. Erwartet hatten die von dpa-AFX befragten Analysten lediglich 157 Millionen Euro. Die adidas-Aktie gewann am Morgen mehr als drei Prozent. Börsianer lobten die starken Zahlen. Einziger Schwachpunkt bleibe Reebok, hieß es.

    Beim Betriebsergebnis konnte adidas einen Zuwachs von 23 Prozent auf 282 Millionen Euro verbuchen. Der Umsatz kletterte trotz der Rückgänge bei der Tochter Reebok um drei Prozent auf 2,621 Milliarden Euro. Die Bruttomarge erreichte im Quartal laut adidas ein Rekordniveau, was der Konzern mit einem verbesserten Produktmix, dem stärkeren eigenen Einzelhandel und günstigen Währungseffekten erklärte. Kostensynergien durch die Reebok-Übernahme wirkten sich ebenfalls positiv aus. adidas hatte Reebok 2006 übernommen und kann dadurch unter anderem bei Zulieferern günstigere Konditionen durchsetzen.

    Wachstumstreiber waren im Quartal die Stammmarke adidas sowie TaylorMade. Mit adidas erzielte der Konzern 1,97 Milliarden Euro Umsatz und damit acht Prozent mehr als im Vorjahr. Die Marke verbuchte angesichts der bevorstehenden Fußball-Europameisterschaft auch ein Plus von währungsbereinigt 13 Prozent bei den Auftragsbeständen. Während der Konzern in Europa und Asien weiter wachsen konnte, machte ihm der nordamerikanische Markt weiter zu schaffen.

NORDAMERIKA SCHWACH

    Die Krise der Sportartikelkette Foot Locker, die in den USA in fast jeder Shopping Mall vertreten ist, hatte der gesamten Branche zugesetzt. Die Kette schließt Läden und baut Lagerbestände ab. Hinzu kommen niedrigere Konsumentenausgaben in den USA. Insgesamt nahm der Umsatz der adidas-Gruppe in Nordamerika in Euro um 17 Prozent ab, währungsbereinigt waren es immer noch 7 Prozent. Am stärksten traf es die Tochter Reebok, deren Erlöse um 13 Prozent (währungsbereinigt: 6%) sanken. Auch die Aufträge für Reebok gingen zurück.

    adidas hat angekündigt, die Reebok-Marke wieder in Form zubringen. Die Tochter hat seit April einen neuen Chef, der Mutterkonzern nimmt zudem den Vertrieb der Marke verstärkt selbst in die Hand. In 2008 soll der Reebok-Umsatz währungsbereinigt im mittleren bis hohen einstelligen Bereich wachsen. Bei der Marke adidas wie auch im Gesamtkonzern wird der hohe einstellige Prozentbereich angepeilt. Der Konzernüberschuss soll um mindestens 15 Prozent über den 2007 erzielten 551 Millionen Euro ausfallen./she/tw

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