08.05.2008 14:36
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ROUNDUP: adidas verteidigt Olympia-Engagement - Kritik von Menschenrechtlern

        FÜRTH/HERZOGENAURACH (dpa-AFX) - Der Sportartikelhersteller adidas hat sein umfassendes Engagement als Sponsor und Ausrüster der Olympischen Spiele in Peking verteidigt. adidas nehme die Debatten um die Olympischen Spiele sehr ernst, sagte Konzernchef Herbert Hainer am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Fürth. Das Unternehmen lasse sich aber nicht in moralische Haftung für die Zustände in China nehmen. Vertreter von Menschenrechtsgruppen forderten adidas dagegen zu mehr politischem Engagement auf.

    Das Unternehmen trage Verantwortung für den Frieden und die Menschenrechte in China, sagte Elke Schäfter von "Reporter ohne Grenzen". Mitglieder der "Internationalen Kampagne für Tibet" demonstrierten vor der Veranstaltungshalle und forderten adidas auf, sich bei der chinesischen Regierung für eine Verbesserung der Menschenrechtssituation einzusetzen.

    Für die "Kampagne für "Saubere" Kleidung" erklärte Sprecherin Juliane Seibert, Arbeitsrechtsverletzungen seien in der Sportartikelbranche die Norm. Dazu zählten Niedriglöhne, Kurzzeitverträge und Verstöße gegen die Vereinigungsfreiheit. Hainer wies die Vorwürfe zurück. "Wir verbinden unser profitables Wachstum mit sozialer und ökologischer Verantwortung", sagte er. Die Firma akzeptiere ihre Fürsorgepflicht für die Menschen, die in aller Welt für die adidas-Gruppe arbeiteten. adidas sei aber kein politisches Unternehmen. Er habe jedoch die Hoffnung, dass die Olympischen Spiele zu einer weiteren Öffnung in China führen werden, sagte Hainer.

'UNSERE ERFOLGSSTORY GEHT WEITER'

    Bei den bevorstehenden sportlichen Großereignissen wird adidas nach Hainers Worten umfassend präsent sein. "Unsere Erfolgsstory geht weiter", sagte er. "Wir werden im Fußballgeschäft weltweit weiterhin Druck machen und schneller wachsen als unsere Wettbewerber." Der Konzern rüstet bei der Anfang Juni startenden Fußball- Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz fünf Mannschaften aus.

    Hainer bekräftigte sein Ziel, adidas zum weltweit führenden Sportartikelunternehmen zu machen. Er räumte aber Probleme mit der US-Tochter Reebok ein. Die Entwicklung dort gehe langsamer vor sich, als man es sich bei der Übernahme 2006 erhofft habe. "Deshalb liegt die eigentliche Bewährungsprobe noch vor uns", sagte Hainer. Die Dividende für 2007 wurde von 0,42 Euro auf 0,50 Euro je Aktie erhöht. Vertreter von Kleinaktionären lobten die guten Zahlen, bemängelten aber die ihrer Ansicht nach zu geringe Ausschüttung. Kritik gab es auch an der Restrukturierung der Marke Reebok, die langsamer als erwartet verlaufe./sm/DP/she





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