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ROUUNDUP 2: Intel mit Gewinnrückgang - Optimistische Umsatzprognose
Unter dem Strich verdiente Intel im ersten Quartal 1,4 Milliarden Dollar und damit zwölf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz kletterte um neun Prozent auf 9,7 Milliarden Dollar (6,1 Mrd Euro), wie Intel am Dienstagabend nach Börsenschluss mitteilte. Die Aktie stieg in den ersten Handelsminuten um 6,21 Prozent auf 22,22 US-Dollar. Die Zahlen von Intel gelten als wichtiger Gradmesser für die Lage der Technologiebranche. In Deutschland profitierte vor allem die Infineon-Aktie davon. Das im DAX notierte Papier legte bis 15.30 Uhr um 7,66 Prozent auf 4,92 Euro zu.
AMD-ZAHLEN AM DONNERSTAG
Die Intel-Ergebnisse trafen die Erwartungen der Analysten und lagen zum Teil sogar darüber. "Es hat sich gezeigt, dass die Bankenkrise bislang keinen Einfluss auf die Branche hat", sagte Intel- Deutschlandchef Hannes Schwaderer der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Die Unternehmen investieren auch in schwierigen Zeiten in ihre IT- Infrastruktur." Die Nachfrage nach leistungsfähigen Vierkerne- Prozessoren für den Desktop- und Server-Bereich sei weit über den Erwartungen gewachsen. Vor allem in Deutschland zeige sich ein großer Bedarf an leistungsfähigen Rechnern. Bei kleinen und mittleren Unternehmen zeichne sich ein starker Trend ab, in Server-Architektur zu investieren.
Intels weit kleinerer Hauptkonkurrent AMD legt an diesem Donnerstag Zahlen vor. AMD ist allerdings im Wettlauf um immer leistungsfähigere Chips ins Hintertreffen geraten und streicht Arbeitsplätze. Mit technischen Problemen bei seinen neuen Vier-Kerne- Prozessoren für den lukrativen Server-Markt ("Barcelona") hatte AMD dem großen Rivalen ungewollt einen Zeitvorsprung gewährt.
NEUE PROZESSORENFAMILIE
Intel rechnet für das laufende Quartal mit Erlösen von 9,0 bis 9,6 Milliarden Dollar. Dieser Ausblick habe allgemein für Überraschung gesorgt, sagte Schwaderer. Das zweite Quartal eines Jahres gelte traditionell das schwächste. Die Prognose liege jedoch lediglich um vier Prozent unter dem Wert des ersten Quartals. "Das ergibt im Schnitt ein Wachstum von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal."
Positiv werde es sich im zweiten Quartal auch auswirken, dass das sehr volatile Geschäft mit sogenannten NOR-Flash-Speichern die Zahlen nicht mehr beeinflussen werde, sagte der Deutschlandchef. Die Produktion dieser Speicher-Chips, die vor allem in Memory-Sticks verbaut werden, hatte das Unternehmen erst jüngst zusammen mit STMicroelectronics in die gemeinsame Firma Numonyx ausgelagert. Im ersten Quartal hatte die Sparte noch für Kosten von 275 Millionen Dollar gesorgt. Die Preise für Flash-Speicher stehen allgemein unter Druck.
Mit einer neuen Familie stromsparender Mikroprozessoren ("Atom") will Intel derzeit ins wachsende Geschäft mit mobilen Geräten wie Handys und Taschencomputern vordringen. Derzeit beherrscht diesen Markt fast uneingeschränkt der britische ARM-Konzern. Bislang gelten die Prozessoren des Marktführers als energieeffizienter - ein wichtiger Vorteil bei Handys wegen deren begrenzter Akkuleistung. Mit den neuen Atom-Prozessoren adressiert Intel neben kleinen sogenannten Netbooks und der neuen Geräteklasse der MIDs (Mobile Internet Device) vor allem in Deutschland auch Märkte wie die Automobil-Industrie. "Schon ab dem Jahr 2010 dürften Atom-Prozessoren im Armaturenbrett in deutschen Autos zum Standard gehören", sagte Schwaderer./fd/rg/DP/zb
Aktien in diesem Artikel
| Infineon Technologies | 5,0 | +0,8% | |
| Advanced Micro Devices | 3,0 | +1,0% | |
| STMicroelectronics | 7,1 | +1,0% | |
| Intel | 14,1 | +0,7% |
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