15.05.2008 07:51
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RWE mit Ergebnisrückgang - Handelsgeschäft und niedrigere Netzentgelte drücken

        ESSEN (dpa-AFX) - Der Versorger RWE  hat im ersten Quartal einen Ergebnisrückgang verbucht. Der Betriebsgewinn sank von 2,76 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 2,5 Milliarden Euro, wie der Stromkonzern am Donnerstag in Essen mitteilte. Zu dem Ergebnis trug eine schwächere Entwicklung im Handelsgeschäft bei. Auch aus regulatorischen Gründen niedrigere Netzentgelte drückten auf den Gewinn des E.ON-Konkurrenten . Die Erwartungen der Analysten unterbot RWE zum Teil.

    Der Umsatz stieg leicht von 12,99 auf 13,4 Milliarden Euro, die von dpa-AFX befragten Branchenbeobachter waren im Schnitt von 13,26 Milliarden Euro ausgegangen. Beim Betriebsergebnis hatten sie jedoch mit einem weniger starken Rückgang auf 2,6 Milliarden Euro gerechnet. Der Überschuss reduzierte sich von 1,57 auf 0,809 Milliarden Euro. Die Experten waren von 0,867 Milliarden Euro ausgegangen. Hier belastete eine Firmenwertabschreibung für die Wassertochter American Water in Höhe von 809 Millionen Euro. Der für die Dividende wichtige nachhaltige Gewinn stieg von 1,38 auf 1,42 Milliarden Euro, Analysten hatten mit 1,43 Milliarden Euro gerechnet.

    RWE zeigte sich zuversichtlich, den Ergebnisrückgang in den kommenden Quartalen kompensieren zu können. Die erst vor drei Wochen im Zuge des Börsengangs der US-Wassertochter American Water revidierte Prognose bestätigte das Unternehmen somit: Deutschlands größter Stromproduzent rechnet mit einem Gewinn, der aufgrund der Einmalbelastung durch American Water leicht unter dem Vorjahreswert liegen wird. Im Februar war das Unternehmen noch von einem Zuwachs von mehr als zehn Prozent ausgegangen.

    Das betriebliche Ergebnis soll wie zuvor geplant mindestens das Niveau von 2007 erreichen, der Umsatz soll über Vorjahresniveau liegen. Das nachhaltige Nettoergebnis will RWE um über 10 Prozent steigern. Bei Sachinvestitionen will das Unternehmen zulegen, RWE geht von 6 Milliarden Euro aus. Für Forschung und Entwicklung soll ebenfalls mehr ausgegeben werden. Für 2008 und die Folgejahre seien jeweils mehr als 100 Millionen Euro veranschlagt./sc/wiz

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