05.05.2007 11:38
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Rohstoff-Analyse: Palladium

Palladium erlebt derzeit eine Renaissance. Das silberweiß glänzende stark reflektierende Metall ist etwas härter als Platin und lässt sich ausgezeichnet schmieden.

Die Aussicht auf neue börsennotierte Edelmetall-Fonds hat den Preis für Palladium zuletzt auf ein Elf-Monats-Hoch bei 382 US-Dollar je Feinunze getrieben. Schwester Platin kletterte mit einem Preis von bis zu 1321 US-Dollar je Feinunze auf ein Fünf-Monats-Hoch. Da der Druck auf die angespannten Märkte weiter zunimmt, sind den beiden Edelmetallen weitere Kurszuwächse zuzutrauen. Denn Platin und Palladium werden nicht nur von der Schmuckindustrie nachgefragt, vor allem bei der Herstellung von Auto-Katalysatoren und im Elektronik-Sektor finden sie ihre Verwendung.

Beinahe zeitgleich kündigten nun die Züricher Kantonalbank und die ETF Securities an, sogenannte ETFs, Exchange Traded Funds, für Platin, Palladium, Gold und Silber anzubieten. So wird bei den ETFs für jeden verkauften Fondsanteil eine bestimmte Menge des zugrunde liegenden Rohstoffs am Markt aufgekauft und physisch eingelagert.

Besonders bei Palladium sehen Rohstoff-Analysten noch weitaus höheres Potential als bei Platin. So gehen die Experten davon aus, dass sich der Palladiumpreis schon bald in Richtung der 400 US-Dollar-Marke bewegen wird.

Charttechnik: Auch aus charttechnischer Sicht stehen alle Zeichen auf grün. So bildete sich bei Palladium nach einem Tief im Juli 2005 bei 172 US-Dollar ein Aufwärtstrend aus, in dessen Aufwärtstrendkanal das Edelmetall im Mai vergangenen Jahres ein neues Kurslevel bei 404 US-Dollar erreichte. Dieses Hoch bildet nun einen Widerstand und das erste Kursziel. Gelingt ein signifikanter Ausbruch, so liegt das nächste Kursziel von Palladium bei rund 435 US-Dollar. Langfristig sind Preise von bis zu 720 US-Dollar angezeigt.

von Karen Szola

karen.szola@finanzen.net

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