08.04.2008 11:37
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Rohstoff-Insider-Kolumne: Mais zeigt Korrekturbedarf!

Ein enges Angebot und eine steigende Nachfrage lassen die Preise für Agrarrohstoffe seit einigen Wochen immer wieder neue Rekordmarken erklimmen. Als Hauptgrund wird der Bedürfniswandel nach Nahrungsmitteln vor allem aus den Schwellenländern wie China und Indien angeführt. Während Mais in Schwellenländern vordergründig als Nahrungsmittel dient, wird es in industrialisierten Ländern als Futtermittel für Nutztiere verwendet. Aber auch die Nachfrage nach Biokraftstoff steigt stetig, was in Anbetracht der anhaltend hohen Ölpreise nicht verwunderlich erscheint. Das United States Department of Agriculture (USDA) rechnet mit einem Jahresendbestand von 1,43 Milliarden Scheffel und einem durchschnittlichen von Farmern erzielten Preis zwischen 3,75 – 4,25 USD. Das Allzeithoch wurde bei 602,50 USC erreicht, wovon sich die Notierung am vergangenen Freitag mit 600,00 USC nur unwesentlich entfernt hat und damit immer noch deutlich über den Erwartungen liegt, denn fundamental haben sich die Endlagerbestände von Februar zu März bereits wieder leicht erhöht. Charttechnisch betrachtet war der Maiskurs regelrecht heiß gelaufen. Die Indikatoren haben deutliche Verkaufsignale herausgebildet. Die entsprechend fällige Korrektur ist bereits eingeläutet und so musste der Preis auf 588 USC nachgeben und macht sich nun auf, eine neue Unterstützung auszuloten. Mittelfristig bleibt Mais aber dennoch interessant, da die verfügbaren Anbauflächen stärker für den Sojaanbau genutzt werden und spätestens wenn die derzeitige Korrektur an der 500 USC-Unterstützung angelangt ist, können neue Longpositionen aufgebaut werden.



Michael Bulgrin ist Chefredakteur des ROHSTOFFinsider.de; Ihrem kostenlosen E-Mail-Magazin zum Thema Rohstoffe. Gratis anmelden unter: http://www.rohstoff-insider.de/

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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