Rohstoff-Trader-Kolumne: Der böse Spekulant?
Des Weiteren haben die hohen Preise für Agrarrohstoffe auch ihre gute Seite, da dadurch die Forschung angeregt wird, neue Saatkörner zu entwickeln, die auch in schwierigen Regionen gedeihen. Als Beispiel sei hier das afrikanische Land Malawi genannt, welches immer noch zu den ärmsten Ländern dieser Welt gehört. Bessere Saatlinge führten jedoch dazu, dass das Land mittlerweile ein Exporteur von Mais geworden ist und auch das in der Nähe liegende Simbabwe mit Getreide versorgen kann. Zusammenfassend kann also festgehalten werden, dass die hohen Nahrungsmittelpreise sicherlich ein Problem darstellen, jedoch hierfür nicht die Spekulanten verantwortlich gemacht werden dürfen, sondern strukturelle Defizite und eine Reihe an Fehlinvestitionen und fehlgeleiteten Hilfsmaßnahmen in der Vergangenheit.
Marc Nitzsche ist Chefredakteur des Rohstoff-Trader Börsenbriefs. Der Börsenbrief ist ein Spezialist für Rohstoffe und bietet konkrete Kaufempfehlungen mit Analysen und Kursprognosen. Mehr Infos unter: www.rohstoff-trader.de
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