Rohstoff- & Devisen-Kolumne: Weizen – Nächster Preisschub?
Diese verringerte Exportbereitschaft dürfte die Preise dauerhaft hoch halten und mit großer Wahrscheinlichkeit noch weiter in die Höhe treiben. Der wachsende Lebensmittelbedarf zwingt Länder wie China oder Indien dazu, immer mehr Weizen am Weltmarkt dazuzukaufen. Vor wenigen Wochen haben auch Pakistan und Ägypten angekündigt, die Weizeneinfuhrmenge anzuheben. In beiden Ländern stehen nur begrenzte Anbauflächen zur Verfügung.
Fazit: Bevölkerungsexplosion, Trockenheit und begrenzte Anbauflächen sind nicht die einzigen Probleme. Es ist sogar ein Rückgang der Ackerflächen zu verzeichnen; v.a. in China, wo die Städte sich ins fruchtbare Umland ausbreiten. Da Weizen im Bereich 880 USC sehr gut abgesichert ist, weist ein Longeinstieg aktuell ein positives Chance/Risiko-Verhältnis. Preise jenseits der 1.200 USC sind auf Sicht von drei bis sechs Monaten sehr realistisch.
Marcel Torney ist Chefredakteur der "berlinvestor"-Börsenbriefe und besitzt langjährige Erfahrungen beim Trading mit Aktien, Optionsscheinen und Hebelzertifikaten.
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