Rohstoff- & Devisen-Kolumne: Zinn - Bei Schwäche kaufen!
Grund für die andauernde Preiserhöhung ist die anhaltend hohe Nachfrage. Das weltweite Angebot beträgt in diesem Jahr 232.100 Tonnen. In dieser Menge sind zusätzliche Veräußerungen aus der strategischen Reserve der USA enthalten. Die weltweite Produktion liegt somit auf einem geringeren Niveau. Dem Angebot steht eine Nachfrage von 231.000 Tonnen gegenüber. Im Moment liegt nur ein geringes Überangebot von 1.000 Tonnen vor. Rechnet man das zusätzliche Angebot aus der strategischen Reserve der USA heraus, befindet sich der Markt in einem Defizit. In Zukunft ist mit einer starken Ausweitung der Mangelsituation zu rechnen. Allein in diesem Jahr hat der Zinnverbrauch weltweit um 35.000 Tonnen zugenommen. In China wurden 33 Prozent mehr Zinn verbraucht. In Japan zog die Zinnnachfrage sogar um 34 Prozent an. Diese gewaltigen Nachfrageerhöhungen werden in Zukunft weder durch US-Lagerverkäufe noch durch eine Ausweitung der Produktion aufgefangen werden können. Das von uns seit einigen Wochen innerhalb des "berlinvestor Rohstoffbörsenbriefes" auf "aggressiv kaufen" eingestufte Long-Zertifikat hat sich seit der ersten Kaufempfehlung fast verdoppelt! Das nächste Kursziel sehen wir für Zinn bei 12.000 US-Dollar. So kann das Fazit nur lauten: Bei Marktschwäche kaufen!
Marcel Torney ist Chefredakteur der "berlinvestor"-Börsenbriefe und besitzt langjährige Erfahrungen beim Trading mit Aktien, Optionsscheinen und Hebelzertifikaten.
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