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Rohstoffe-Go - Aurora Gold Corp.: Interview mit Lars Pearl
Rohstoffe-Go - Stuttgart (www.rohstoffe-go.de) Lars Pearl, President und CEO des Goldexplorations-Unternehmens Aurora Gold Corp. (WKN: 904846), im Interview mit Sven Olsson. Die Projektliegenschaften des schweiz-australischen Unternehmens liegen in Brasilien. Lars Pearl spricht über die jüngsten Entwicklungen von Aurora.
SO: Lars, informieren Sie uns bitte über den neusten Stand der Aurora, insbesondere bezüglich des jüngsten Joint Venture mit der australischen Gesellschaft Samba Minerals. Welche Auswirkungen hat dies auf das Unternehmen?
LP: Wir haben uns in den vergangenen Jahren 10 Projekte für Aurora angesehen und vier viel versprechende ausgewählt. Damit wir uns jetzt auf unsere zwei am weitesten fortgeschrittenen Projekte konzentrieren können, haben wir ein Joint Venture mit dem australischen Partner Samba Minerals Limited geschlossen. Dies gibt uns die Möglichkeit, den Schwerpunkt vollständig auf die Sao Domingos Fofoca-Goldressource und auf das Bigode-Projekt zu verlagern, das sich in nächster Nähe zur Fofoca-Ressource befindet. Wir beabsichtigen, basierend auf den Ergebnissen der letztjährigen geophysikalischen Erkundungen die Ausläufer der Vererzungstrukturen im Westen der Fofoca-Ressource abzubohren. Es ist ebenfalls eine Erweiterung der Ressourcen geplant sowie eventuell die Arbeiten an einem anfänglichen Abbauszenario, wie es schon immer unsere Absicht war.
SO: Wer macht genau was laut Abkommen?
LP: Beginnen wir mit Aurora. Aurora behält einen 100-%-Anteil an dem Fofoca-Projekt auf Sao Domingo und ebenfalls das Bigode-Projekt mit seinen Zielgebieten. Samba wird sich zu 50 % an den Projekten Sao Joao und Commandante Arara beteiligen und bis zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie bis zu 75 % erwerben. Sie werden ebenfalls vier Explorationsanträge übernehmen, die Aurora in ihrem Liegenschafts-Portfolio hat. Aurora wird dann die Gebiete Bigode und Fofoca betreiben sowie explorieren. Samba wird auf Sao Joao die Exploration unter der Erdoberfläche avancieren. Gleichzeitig wird Samba einige geophysikalische Erkundungen an der Oberfläche durchführen, um ähnliche Zielgebiete in dieser Gegend zu verfolgen.
SO: In der Pressemitteilung steht, dass Aurora von Samba einen Überbrückungskredit in Höhe von 500.000 USD erhalten hat. Was erhält Samba als Gegenleistung und zu welchen Konditionen?
LP: Dies ist ein Darlehen über 500.000 USD mit einem Zinssatz von 10 % pro Jahr. Sambas Sicherheit ist ein Grundpfandrecht auf das Sao-Domingo-Projekt. Ob Samba ein Joint Venture für dieses Projekt erhält, da bin ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht sicher. Das Geld wird zur Weiterentwicklung des Projekts und zur Auszahlung Sambas verwendet.
SO: Was spricht dafür, dass dieses Abkommen für Auroras Aktionäre von Vorteil ist?
LP: Der Vorteil für Auroras Aktionäre ist der, dass Samba zwei Projekte bis zur Machbarkeitsstudie finanzieren wird, um einen 75-%-Anteil zu erwerben. Aurora wird dann nach der Machbarkeitsstudie immer noch mit 25 % beteiligt sein.
SO: Sagen Sie mir bitte, warum die Finanzierung der Aurora so schwierig gewesen ist. Wir wissen, dass die Marktsituation für die Junior-Gesellschaften nicht einfach ist. Welche anderen Faktoren waren noch an den Finanzierungsschwierigkeiten beteiligt?
LP: Der OTC-Markt ist ein schwieriger Markt für uns gewesen. Es gab jüngste Verbesserungen wie z.B. die „February-14th-Regelung“. Gemäß dieser Regelung besteht jetzt nur eine sechsmonatige Handelssperre im Gegensatz zu einer Handelssperre von zwei Jahren in der Vergangenheit. Das ist wahrscheinlich ein positiver Schritt. Die zweijährige Handelssperre war für uns extrem schwierig. Sie versuchen ständig, mit diesem Schatten über ihnen Geld zu beschaffen und das natürlich während einer Hausse. Für die an der ASX notierten Gesellschaften ist es viel einfacher, Geld zu beschaffen. Wir sind im Grunde eine australische Gesellschaft und hatten am Anfang Schwierigkeiten, den OTC-Markt zu verstehen. Jetzt verstehen wir ihn viel besser. Das war aber unser größtes Problem.
SO: Kommen wir zum Abkommen mit Samba zurück. Wer steht hinter Samba?
LP: Hinter Samba steht Nigel Ferguson, ein Geologe mit einer langen Karriere. Er hat in Tansania, Afrika, für Ashanti gearbeitet und war darüber hinaus auch bei vielen anderen Gesellschaften tätig. Er ist ein Geologe mit vielen Erfahrungen, die er im Board of Directors bei etlichen Gesellschaften gesammelt hat. Es gibt noch einen weiteren Geologen von RM Capital. Das sind die beiden Hauptpersonen hinter Samba.
SO: Samba ist ja noch eine Privatgesellschaft. Stimmt das?
LP: Samba ist zu diesem Zeitpunkt eine nicht notierte Aktiengesellschaft.
SO: Welche zukünftigen Auswirkung wird das aktuelle Abkommen auf Auroras Aktionäre haben.
LP: Aurora würde sich darauf konzentrieren, den Kredit durch die Produktion auf Fofoca zurückzuzahlen und gleichzeitig der Samba Minerals technische Unterstützung auf den Projekten Sao Joao und Commandante Arara bieten. Der Vorteil wäre, dass sich Aurora im Grunde kostenlos beteiligen würde, falls Samba diese zwei Projekte bis zur nächsten Stufe avanciert. Wir werden bis zur Machbarkeitsstudie einen 50%-Anteil daran behalten.
SO: Sie sagten, dass eine Rückzahlung des Kredits durch die Produktion auf dem Fofoca-Projekt erwartet wird. Wie weit ist das Projekt bis dato fortgeschritten?
LP: Wir glauben, dass hier 50.000 Unzen Gold auf die Förderung warten. Wir haben mit Unternehmen der Nachbarliegenschaften gesprochen, aber auf dieser Stufe scheint es für uns attraktiver zu sein, das allein durchzuführen. Wir sehen uns gegenwärtig nach Abbaugeräten in Brasilien um. Es ist schwierig, eine Zeitangabe zu machen.
SO: Auroras Aktienkurs hat nicht positiv auf die Nachrichten über das Joint Venture reagiert. Betrachten Auroras Aktionäre dies als negativ?
LP: Ich finde, dass es seit einiger Zeit keine Neuigkeiten gegeben hat. Diese Nachricht ist mehr eine Aktualisierung als etwas neues. Ich wollte damit zeigen, dass Aurora noch existiert. Die Explorationssaison steht vor der Tür und wir werden die Projekte avancieren. Von jetzt an wird es, was Aurora anbetrifft, Pressemitteilungen in regelmäßigeren Abständen geben.
SO: Das Finanzierungsproblem für Aurora bleibt aufgrund des OTC bestehen. Wie werden Sie das lösen?
LP: Die neuen Regelungen, die ich zuvor schon erwähnte, machen das etwas attraktiver. Bis heute haben wir uns an kein Finanzinstitut wie z. B. in Vancouver oder Toronto gewendet. Ich denke aber, dass wir jetzt diesen Weg einschlagen werden. In der Vergangenheit waren wir auf die Unterstützung unserer bestehenden Aktionäre angewiesen. Ich denke, dass es jetzt an der Zeit ist, eine gewisse Unterstützung durch Institutionen zu erhalten, zumal wir mit der Produktion beginnen sollten.
SO: Was würde Ihrer Meinung nach das beste Auskommen für Aurora sein?
LP: Falls wir in der nahen Zukunft eine geeignete Mühle finden würden. Dann beginnen wir mit unseren Produktionsplänen und setzen die Exploration westlich der Fofoca-Ressource fort. Dies wird das Projekt um weitere Unzen vergrößern und wir werden die Exploration im Bogode-Gebiet fortsetzen. Dort haben wir bohrbereite Ziele und hoffen, dort ebenfalls eine Ressource zu definieren. Die Mühle würde eine zentrale Lage haben, damit sie mit Erz sowohl von Bigode als auch Fofoca beliefert werden kann und maximal nur 5 km von den Projekten entfernt ist. Wir werden natürlich jegliche andere Möglichkeiten verfolgen. Unser Joint Venture mit Samba würde ebenfalls Fortschritte machen und wir würden Samba bei der Exploration der Projekte helfen. Das beste Auskommen würde sein, dass in ein paar Jahren eine Menge Erz für unsere Mühle zur Verfügung stehen würde. Da wir für all diese Projekte eine zentral gelegene Mühle haben werden, besteht zweifellos der Rahmem für Verhandlungen mit Samba und anderen Unternehmen.
SO: Verstehe ich also folgende Vorstellung richtig. Aurora wird Fofoca entwickeln sowie zur Produktion bringen und Samba würde auf Sao Joao arbeiten. Aber beide würden das Erz zur selben Mühle schicken. Die Interessen der beiden Unternehmen würden also im Einklang stehen.
LP: Gut, falls Samba Auroras Mühle benützen möchte, statt eine eigene Anlage zu errichten, dann könnte es hinsichtlich der Infrastruktur eine Gemeinsamkeit geben. Dies ist sicherlich eine Möglichkeit für sie. Sie müssen nicht warten, bis sie eine Reserve von 100.000 Unzen Gold abgegrenzt haben. Sie können sofort mit dem Abbau beginnen.
SO: Ja, aber irgendjemand muss für die Installation der Mühle aufkommen. Wie hoch sind die Kosten dafür und wie würde ein realistischer Zeitrahmen für den Bau der Mühle aussehen?
LP: Brasilien ist sicherlich kein Amateur im Bergbaugeschäft. In den vergangenen 10 Jahren sind viele große Gesellschaften nach Brasilien gegangen. Sie konnten alle ihre Mühlen und Anlagen bauen und in Betrieb nehmen. Ich sehe nicht, warum insbesondere Brasilien problematischer sein sollte, außer vielleicht bei logistischen Problemen. Diese Art von Mühle, die wir uns für das Projekt vorstellen, kostet zwischen 8 und 12 Mio. USD. Wir planen für eine kleine Mühle mit einer Kapazität von ca. 150 Tonnen pro Tag und einigen nachgeschalteten Flotationszellen zur Basismetallabtrennung, hauptsächlich Kupfer. Wir könnten für die Mühle gebrauchte und neue Bauteile verwenden. Es hängt von der Vorgabe der Ingenieure und Metallurgen ab.
SO: Wurde jetzt von Auroras Perspektive aus eine Abbauentscheidung getroffen?
LP: Wir haben mit Sicherheit die Entscheidung getroffen, diese Idee weiter zu avancieren. Der Schlüssel ist natürlich das Geld für die Mühle. Das wird mein Fokus sein. Vergangenes Jahr wurde nicht zu Explorationszwecken sondern zur Ressourcenerweiterung gebohrt. Die Bohrungen waren zur Bestätigung der bereits bekannten Ressourcen in der Tiefe ausgelegt, damit wir das Tagebaumodell für verschiedene Abbauszenarien entwerfen konnten, um die 50.000 Unzen zu fördern. Es könnte sich natürlich auch eine größere Ressource abzeichnen, da sich die aktuelle Ressource weiter in die Tiefe und in Streichrichtung erstreckt. Die geophysikalischen Auswertungen deuten eine weitere Vererzung auf Fofoca an.
Sven Olsson - GOLDINVEST.de
SO: Lars, informieren Sie uns bitte über den neusten Stand der Aurora, insbesondere bezüglich des jüngsten Joint Venture mit der australischen Gesellschaft Samba Minerals. Welche Auswirkungen hat dies auf das Unternehmen?
LP: Wir haben uns in den vergangenen Jahren 10 Projekte für Aurora angesehen und vier viel versprechende ausgewählt. Damit wir uns jetzt auf unsere zwei am weitesten fortgeschrittenen Projekte konzentrieren können, haben wir ein Joint Venture mit dem australischen Partner Samba Minerals Limited geschlossen. Dies gibt uns die Möglichkeit, den Schwerpunkt vollständig auf die Sao Domingos Fofoca-Goldressource und auf das Bigode-Projekt zu verlagern, das sich in nächster Nähe zur Fofoca-Ressource befindet. Wir beabsichtigen, basierend auf den Ergebnissen der letztjährigen geophysikalischen Erkundungen die Ausläufer der Vererzungstrukturen im Westen der Fofoca-Ressource abzubohren. Es ist ebenfalls eine Erweiterung der Ressourcen geplant sowie eventuell die Arbeiten an einem anfänglichen Abbauszenario, wie es schon immer unsere Absicht war.
SO: Wer macht genau was laut Abkommen?
LP: Beginnen wir mit Aurora. Aurora behält einen 100-%-Anteil an dem Fofoca-Projekt auf Sao Domingo und ebenfalls das Bigode-Projekt mit seinen Zielgebieten. Samba wird sich zu 50 % an den Projekten Sao Joao und Commandante Arara beteiligen und bis zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie bis zu 75 % erwerben. Sie werden ebenfalls vier Explorationsanträge übernehmen, die Aurora in ihrem Liegenschafts-Portfolio hat. Aurora wird dann die Gebiete Bigode und Fofoca betreiben sowie explorieren. Samba wird auf Sao Joao die Exploration unter der Erdoberfläche avancieren. Gleichzeitig wird Samba einige geophysikalische Erkundungen an der Oberfläche durchführen, um ähnliche Zielgebiete in dieser Gegend zu verfolgen.
SO: In der Pressemitteilung steht, dass Aurora von Samba einen Überbrückungskredit in Höhe von 500.000 USD erhalten hat. Was erhält Samba als Gegenleistung und zu welchen Konditionen?
LP: Dies ist ein Darlehen über 500.000 USD mit einem Zinssatz von 10 % pro Jahr. Sambas Sicherheit ist ein Grundpfandrecht auf das Sao-Domingo-Projekt. Ob Samba ein Joint Venture für dieses Projekt erhält, da bin ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht sicher. Das Geld wird zur Weiterentwicklung des Projekts und zur Auszahlung Sambas verwendet.
SO: Was spricht dafür, dass dieses Abkommen für Auroras Aktionäre von Vorteil ist?
LP: Der Vorteil für Auroras Aktionäre ist der, dass Samba zwei Projekte bis zur Machbarkeitsstudie finanzieren wird, um einen 75-%-Anteil zu erwerben. Aurora wird dann nach der Machbarkeitsstudie immer noch mit 25 % beteiligt sein.
SO: Sagen Sie mir bitte, warum die Finanzierung der Aurora so schwierig gewesen ist. Wir wissen, dass die Marktsituation für die Junior-Gesellschaften nicht einfach ist. Welche anderen Faktoren waren noch an den Finanzierungsschwierigkeiten beteiligt?
LP: Der OTC-Markt ist ein schwieriger Markt für uns gewesen. Es gab jüngste Verbesserungen wie z.B. die „February-14th-Regelung“. Gemäß dieser Regelung besteht jetzt nur eine sechsmonatige Handelssperre im Gegensatz zu einer Handelssperre von zwei Jahren in der Vergangenheit. Das ist wahrscheinlich ein positiver Schritt. Die zweijährige Handelssperre war für uns extrem schwierig. Sie versuchen ständig, mit diesem Schatten über ihnen Geld zu beschaffen und das natürlich während einer Hausse. Für die an der ASX notierten Gesellschaften ist es viel einfacher, Geld zu beschaffen. Wir sind im Grunde eine australische Gesellschaft und hatten am Anfang Schwierigkeiten, den OTC-Markt zu verstehen. Jetzt verstehen wir ihn viel besser. Das war aber unser größtes Problem.
SO: Kommen wir zum Abkommen mit Samba zurück. Wer steht hinter Samba?
LP: Hinter Samba steht Nigel Ferguson, ein Geologe mit einer langen Karriere. Er hat in Tansania, Afrika, für Ashanti gearbeitet und war darüber hinaus auch bei vielen anderen Gesellschaften tätig. Er ist ein Geologe mit vielen Erfahrungen, die er im Board of Directors bei etlichen Gesellschaften gesammelt hat. Es gibt noch einen weiteren Geologen von RM Capital. Das sind die beiden Hauptpersonen hinter Samba.
SO: Samba ist ja noch eine Privatgesellschaft. Stimmt das?
LP: Samba ist zu diesem Zeitpunkt eine nicht notierte Aktiengesellschaft.
SO: Welche zukünftigen Auswirkung wird das aktuelle Abkommen auf Auroras Aktionäre haben.
LP: Aurora würde sich darauf konzentrieren, den Kredit durch die Produktion auf Fofoca zurückzuzahlen und gleichzeitig der Samba Minerals technische Unterstützung auf den Projekten Sao Joao und Commandante Arara bieten. Der Vorteil wäre, dass sich Aurora im Grunde kostenlos beteiligen würde, falls Samba diese zwei Projekte bis zur nächsten Stufe avanciert. Wir werden bis zur Machbarkeitsstudie einen 50%-Anteil daran behalten.
SO: Sie sagten, dass eine Rückzahlung des Kredits durch die Produktion auf dem Fofoca-Projekt erwartet wird. Wie weit ist das Projekt bis dato fortgeschritten?
LP: Wir glauben, dass hier 50.000 Unzen Gold auf die Förderung warten. Wir haben mit Unternehmen der Nachbarliegenschaften gesprochen, aber auf dieser Stufe scheint es für uns attraktiver zu sein, das allein durchzuführen. Wir sehen uns gegenwärtig nach Abbaugeräten in Brasilien um. Es ist schwierig, eine Zeitangabe zu machen.
SO: Auroras Aktienkurs hat nicht positiv auf die Nachrichten über das Joint Venture reagiert. Betrachten Auroras Aktionäre dies als negativ?
LP: Ich finde, dass es seit einiger Zeit keine Neuigkeiten gegeben hat. Diese Nachricht ist mehr eine Aktualisierung als etwas neues. Ich wollte damit zeigen, dass Aurora noch existiert. Die Explorationssaison steht vor der Tür und wir werden die Projekte avancieren. Von jetzt an wird es, was Aurora anbetrifft, Pressemitteilungen in regelmäßigeren Abständen geben.
SO: Das Finanzierungsproblem für Aurora bleibt aufgrund des OTC bestehen. Wie werden Sie das lösen?
LP: Die neuen Regelungen, die ich zuvor schon erwähnte, machen das etwas attraktiver. Bis heute haben wir uns an kein Finanzinstitut wie z. B. in Vancouver oder Toronto gewendet. Ich denke aber, dass wir jetzt diesen Weg einschlagen werden. In der Vergangenheit waren wir auf die Unterstützung unserer bestehenden Aktionäre angewiesen. Ich denke, dass es jetzt an der Zeit ist, eine gewisse Unterstützung durch Institutionen zu erhalten, zumal wir mit der Produktion beginnen sollten.
SO: Was würde Ihrer Meinung nach das beste Auskommen für Aurora sein?
LP: Falls wir in der nahen Zukunft eine geeignete Mühle finden würden. Dann beginnen wir mit unseren Produktionsplänen und setzen die Exploration westlich der Fofoca-Ressource fort. Dies wird das Projekt um weitere Unzen vergrößern und wir werden die Exploration im Bogode-Gebiet fortsetzen. Dort haben wir bohrbereite Ziele und hoffen, dort ebenfalls eine Ressource zu definieren. Die Mühle würde eine zentrale Lage haben, damit sie mit Erz sowohl von Bigode als auch Fofoca beliefert werden kann und maximal nur 5 km von den Projekten entfernt ist. Wir werden natürlich jegliche andere Möglichkeiten verfolgen. Unser Joint Venture mit Samba würde ebenfalls Fortschritte machen und wir würden Samba bei der Exploration der Projekte helfen. Das beste Auskommen würde sein, dass in ein paar Jahren eine Menge Erz für unsere Mühle zur Verfügung stehen würde. Da wir für all diese Projekte eine zentral gelegene Mühle haben werden, besteht zweifellos der Rahmem für Verhandlungen mit Samba und anderen Unternehmen.
SO: Verstehe ich also folgende Vorstellung richtig. Aurora wird Fofoca entwickeln sowie zur Produktion bringen und Samba würde auf Sao Joao arbeiten. Aber beide würden das Erz zur selben Mühle schicken. Die Interessen der beiden Unternehmen würden also im Einklang stehen.
LP: Gut, falls Samba Auroras Mühle benützen möchte, statt eine eigene Anlage zu errichten, dann könnte es hinsichtlich der Infrastruktur eine Gemeinsamkeit geben. Dies ist sicherlich eine Möglichkeit für sie. Sie müssen nicht warten, bis sie eine Reserve von 100.000 Unzen Gold abgegrenzt haben. Sie können sofort mit dem Abbau beginnen.
SO: Ja, aber irgendjemand muss für die Installation der Mühle aufkommen. Wie hoch sind die Kosten dafür und wie würde ein realistischer Zeitrahmen für den Bau der Mühle aussehen?
LP: Brasilien ist sicherlich kein Amateur im Bergbaugeschäft. In den vergangenen 10 Jahren sind viele große Gesellschaften nach Brasilien gegangen. Sie konnten alle ihre Mühlen und Anlagen bauen und in Betrieb nehmen. Ich sehe nicht, warum insbesondere Brasilien problematischer sein sollte, außer vielleicht bei logistischen Problemen. Diese Art von Mühle, die wir uns für das Projekt vorstellen, kostet zwischen 8 und 12 Mio. USD. Wir planen für eine kleine Mühle mit einer Kapazität von ca. 150 Tonnen pro Tag und einigen nachgeschalteten Flotationszellen zur Basismetallabtrennung, hauptsächlich Kupfer. Wir könnten für die Mühle gebrauchte und neue Bauteile verwenden. Es hängt von der Vorgabe der Ingenieure und Metallurgen ab.
SO: Wurde jetzt von Auroras Perspektive aus eine Abbauentscheidung getroffen?
LP: Wir haben mit Sicherheit die Entscheidung getroffen, diese Idee weiter zu avancieren. Der Schlüssel ist natürlich das Geld für die Mühle. Das wird mein Fokus sein. Vergangenes Jahr wurde nicht zu Explorationszwecken sondern zur Ressourcenerweiterung gebohrt. Die Bohrungen waren zur Bestätigung der bereits bekannten Ressourcen in der Tiefe ausgelegt, damit wir das Tagebaumodell für verschiedene Abbauszenarien entwerfen konnten, um die 50.000 Unzen zu fördern. Es könnte sich natürlich auch eine größere Ressource abzeichnen, da sich die aktuelle Ressource weiter in die Tiefe und in Streichrichtung erstreckt. Die geophysikalischen Auswertungen deuten eine weitere Vererzung auf Fofoca an.
Sven Olsson - GOLDINVEST.de
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