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SAP will Forschungsaufwand reduzieren - Welt
BERLIN (Dow Jones)--Die SAP AG will ihren Aufwand für Forschung und Entwicklung reduzieren. Mittelfristig wolle das Walldorfer Software-Unternehmen auf einen Anteil von 12% am Umsatz kommen, sagte Vorstandssprecher Henning Kagermann im Gespräch mit der Tageszeitung "Die Welt" (Donnerstagausgabe). "Der Anteil von Forschung und Entwicklung am Umsatz liegt bei SAP gegenwärtig bei 14%. Das ist sehr viel und höher als der Branchendurchschnitt. Wir haben früher einen Wert von 12%gehabt."
Mittelfristig wolle der DAX-Konzern da wieder hinkommen. "Das wird dann auch der Profitabilität gut tun." Auf die Frage, ob dies eine Verlagerung von Tätigkeiten von Deutschland ins Ausland bedeute, sagte Kagermann: "Nein. Nur aus Kostengründen ins Ausland zu gehen, ist kurzsichtig und kontraproduktiv. Ein Entwicklerteam wie das in Deutschland mit all seiner Erfahrung baut sich über Jahrzehnte auf. Insofern wäre eine Verlagerung fatal."
Kagermann sprach sich für eine größere Internationalisierung des Unternehmens aus. SAP habe zwar seit Beginn des Monats vier internationale Mitglieder im Vorstand. Er würde sich aber wünschen, dass der Konzern noch mehr Führungskräfte insbesondere aus dem asiatischen Bereich bekomme. "Wenn ich zum Beispiel die Zahl der Entwickler in Indien mit der in Deutschland vergleiche, wird die Zahl der Führungskräfte diesem Verhältnis nicht gerecht. Das muss sich über die Zeit ändern."
Der Vertrag des Vorstandssprechers läuft noch bis Mai 2009. Auf die Frage, ob er - wie gelegentlich zu hören sei - eventuell schon zum Jahresende aufhört, sagte Kagermann der Zeitung: "Ich bin jemand, der seine Verträge erfüllt. Es gibt derzeit keine Pläne, schon Ende 2008 aufzuhören." Nachfolger von Kagermann wird Léo Apotheker, der bereits als Co-Vorstandssprecher fungiert.
Webseiten: http://www.welt.de http://www.sap.com
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July 16, 2008 23:00 ET (03:00 GMT)
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