Zürich (aktiencheck.de AG) - Belastet von äußerst schwachen Vorgaben der Wall Street geht es für den Schweizer Aktienmarkt am Donnerstagvormittag deutlich abwärts. Aktuell verliert der Swiss Market Index (SMI) 1,44 Prozent auf 6.821,55 Indexpunkte. Der Swiss Leader Index (SLI) büßt daneben 1,34 Prozent ein auf 1.018,13 Zähler. Die US-Börsen haben sich am Vorabend nach neuen Sorgen um die Folgen der Kreditkrise mit kräftigen Verlusten aus dem Handel verabschiedet. Der Dow Jones knickte bis Handelsschluss um mehr als 230 Zähler ein.
Am Indexende verlieren Swatch nach einer negativen Analystenstudie über 5 Prozent. Bankenwerte stehen ebenfalls deutlich schwächer im Handel. Aktuell geben UBS und Credit Suisse 2,7 bzw. 1,6 Prozent ab. Bei Julius Bär ist ein mäßiges Minus von 0,8 Prozent auszumachen. Hier belastet mitunter eine Meldung der US-Bankgesellschaft Wachovia, wonach der Konzern für das zweite Quartal einen Milliardenverlust erwartet.
Papiere des Nahrungsmittelriesen Nestlé geben 2,4 Prozent ab. Außerdem trennen sich die Anleger verstärkt von ABB und Syngenta. Dagegen halten sich Novartis mit -0,4 Prozent recht stabil. Der Pharmakonzern gab heute den Kauf einer zusätzlichen 51,7 Prozent-Beteiligung an Speedel bekannt. Gleichzeitig kündigte Novartis Pläne für ein öffentliches Pflichtangebot an, um die restlichen Aktien des schweizerischen Biopharma-Unternehmens zu erwerben. Die Speedel-Aktie springt daraufhin um rund 90 Prozent.
Titel von Roche liegen leicht positiv im Handel. An der SMI-Spitze gewinnen Synthes 0,6 Prozent. Außerdem verfestigen sich Bāloise um ein halbes Prozent. (10.07.2008/ac/n/m)