Zürich (aktiencheck.de AG) - Die Schweizer Börse ist nach positiven Vorgaben der Tokioter Leitbörse mit recht deutlichen Aufschlägen in die neue Woche gestartet. Inzwischen liegt der Swiss Market Index (SMI) allerdings wieder in der Verlustzone. Aktuell gibt das Aktienbarometer 0,30 Prozent ab und steht bei 6.752,25 Indexpunkten. Der Swiss Leader Index (SLI) büßt gleichzeitig 0,19 Prozent ein auf 1.011,62 Zähler.
Dabei ist es einmal mehr der Bankensektor, der den Gesamtmarkt spürbar belastet. Mit einem kräftigen Minus von über 3 Prozent rangieren Anteilsscheine der Großbank UBS an letzter Stelle. Titel des Mitbewerbers Credit Suisse geben 1,2 Prozent ab. Der Konzern hat einem Pressebericht zufolge drastische Einsparungen bei seinem Top-Management in Europa umgesetzt. Laut dem Artikel hat die Credit Suisse die Kosten im europäischen Top-Management durch die Beseitigung von Kapazitätsüberschneidungen sowie weiteren Maßnahmen zur Effizienzsteigerung um 30 Prozent reduziert. Der Bankensektor leidet heute insbesondere unter einem Pressartikel, wonach der weltweit zweitgrößte Hedge-Fonds Bridgewater erwartet, dass sich die weltweiten Verluste der Finanzinstitute in Zusammenhang mit der Kreditkrise auf 1,6 Bio. Dollar ausweiten könnten.
Unbeeindruckt von den Kapriolen im Finanzsektor ziehen Clariant an der SMI-Spitze um 2,7 Prozent an. Auf den Plätzen folgen ABB, Swiss Life und Adecco. Die beiden Indexschwergewichte Nestlé und Roche verbessern sich um 0,8 bzw. um 0,2 Prozent. Titel von Novartis fallen dagegen um ein knappes Prozent zurück. (07.07.2008/ac/n/m)