13.07.2008 15:30
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SPD fordert Erhalt des Produktionsstandortes von Henkel in Genthin

        MAGDEBURG (dpa-AFX) - Der Arbeitnehmerflügel der SPD in Sachsen-Anhalt hat den Erhalt des Produktionsstandortes von Henkel  in Genthin gefordert. Wirtschaftsminister Rainer Haseloff (CDU) müsse sich mit aller Kraft für eine weitere Waschmittelproduktion in Genthin einsetzen, erklärte der Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA), Andreas Steppuhn, am Sonntag in einer Mitteilung. "Die Ergebnisse vom Freitag sind bei näherer Betrachtung unzureichende Scheinlösungen, und nicht mehr als "weiße Salbe"." Betriebsräte, Gewerkschaft und Belegschaft erwarteten mehr als der Minister bisher aus Düsseldorf mitgebracht habe.

    "Nur wenn es gelingt, die industrielle Produktion in Genthin zu erhalten, hat der Standort eine echte Zukunftsperspektive", sagte Steppuhn. Dies sei besonders auch für die Arbeitsplätze bei Zulieferern und Handwerkern in der Region von existenzieller Bedeutung. "Deshalb können die Menschen in Genthin zu recht erwarten, das sich ihr Wirtschaftsminister für sie nach Kräften einsetzt, die Ärmel hochkrempelt und für den Erhalt der Arbeitsplätze kämpft."

    Nach einem Gespräch mit Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) hatte Der Henkel-Konzern am Freitagabend laut Minister ein weiteres Engagement am Standort Genthin zugesagt. Das Unternehmen wolle Abnahmegarantien für einen externen Logistikdienstleister mit 100 Beschäftigten und für eine noch auszugliedernde Firma für Zulieferprodukte mit 50 Mitarbeitern geben, erklärte Haseloff nach einem Treffen mit Vorstandschef Kasper Rorsted in Düsseldorf. Zudem sei eine gemeinsame Projektgruppe mit dem Ziel gegründet worden, neuen Firmen und damit Arbeitsplätze auf dem bisherigen Henkel-Areal anzusiedeln. Das Land werde diesen Prozess mit Fördermitteln unterstützen, um in 10 bis 15 Monaten erste Investoren zu gewinnen. Henkel werde gezielt Partner und Kunden ansprechen.

    Der Konzern hatte vor einer Woche überraschend für 2009 die Schließung des traditionsreichen Betriebes angekündigt, in dem Flüssigwaschmittel und Weichspüler hergestellt werden. Als Grund wurden zu hohe Kosten genannt./dk/DP/fj

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