BP 2 Aktie [WKN: 850518 / ISIN: US0556221044]

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27.04.2008 20:30
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Schlechte Nachrichten für Ölmarkt: Streiks und Anschlag

        LONDON/NEW YORK (dpa-AFX) - Der Ölmarkt geht mit schlechten Nachrichten in die neue Woche. Im wichtigen Förderland Nigeria begannen Arbeiter des Ölkonzerns ExxonMobil   einen Streik und eine Rebellen-Gruppe sprengte erneut einen Abschnitt einer Pipeline von Shell, wie die BBC am Wochenende berichtete. Dadurch sei etwa ein Viertel der offiziellen täglichen Produktion von 2,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) ausgefallen. In Großbritannien starteten zudem Arbeiter einer großen Raffinerie einen 48-stündigen Streik. Die Regierung warnte vor Hamsterkäufen an den Tankstellen. Die Ölpreise hatten vergangene Woche die Rekordmarke von knapp 120 Dollar je Barrel (159 Liter) erreicht und waren in ihrer Nähe geblieben.

    In der schottischen Raffinerie Grangemouth des Chemiekonzern Ineos werden pro Tag 210.000 Barrel Öl (je 159 Liter) verarbeitet. Wegen des Streiks musste der Ölkonzern BP   eine wichtige Pipeline dichtmachen, die die Raffinerie beliefert. Über die Nordsee-Pipeline Forties läuft rund ein Drittel der Versorgung Großbritanniens mit Rohöl. Um Engpässe zu vermeiden, sollen vom europäischen Festland 65.000 Tonnen geliefert werden, kündigte der britische Wirtschaftsminister John Hutton am Wochenende an.

    Die britische Regierung und die Regierung in Schottland warnten vor Panikkäufen an Tankstellen. Es gebe genug Kraftstoff, um diese Zeit zu überstehen, solange Autofahrer nicht plötzlich ihre Gewohnheiten änderten und mehr tankten als sonst, sagte Wirtschaftsminister Hutton BBC. Dennoch gab es Berichte von langen Warteschlangen und der Begrenzung von Abgabemengen an mehreren Tankstellen in Schottland. Nach Angaben von Ineos werde es nach dem Ende des Streik zwei bis drei Wochen dauern, bis der Betrieb in der Ölraffinerie wieder normal laufe./so/DP/he

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