Der weltweit größte Festplatten-Hersteller Seagate will vom anstehenden Verkaufstart des Microsoft-Betriebsystems Vista überdurchschnittlich profitieren. "Jede von Seagate ausgelieferte Festplatte für Notebooks wird deshalb zusätzlichen Flash-Speicher haben", sagte Seagate-Chef Bill Watkins gegenüber €uro am Sonntag (E-Tag: 15. Oktober 2006). Watkins sagte zur Begründung, der Vorteil zusätzlicher Flash-Speicher in der Größenordung von 256 Megabit sei die deutliche Zeitverkürzung für das Hochfahren des Betriebsystems. "Dank Flash ist das Betriebsystem sofort nach dem Einschalten des Laptops verfügbar. Das ist ein starkes Verkaufsargument", so Watkins. Derzeit bieten nur Samsung und Seagate die so genannten Hybrid-Festplatten an.
Nach Ansicht Watkins werden Flashspeicher die Festplatte als Speicher in tragbaren Computern nicht komplett ersetzen können. Grund seien die hohen Kosten. Bis 2010 wird Flash im Bereich bis 50 Gigabyte konkurrenzfähig sein, darüber hinaus bleibe die Festplatte die erste Wahl, so Watkins: "Denn warum sollte ich heute mehr als 3000 Dollar für ein Samsung-Notebook ausgeben, wenn ich ein ähnliches Modell mit 160 Gigabyte Festplatte für 600 Dollar kaufen kann?"