16.05.2008 17:21
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Siemens-Chef Löscher: In der Medizintechnik hatte Pierer Weitsicht

        STRAUBING (dpa-AFX) - In der Schmiergeldaffäre hält sich Siemens-Chef Peter Löscher zur Person des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Heinrich von Pierer bedeckt. Respekt zollte Löscher dennoch der Lebensleistung seines Amtsvorgängers. Vor allem Pierers Festhalten an der Sparte Medizintechnik habe sich als weitsichtiges Handeln erwiesen und sei heute ein wichtiger Pfeiler des Erfolgs, sagte der Siemens-Chef dem "Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung" (Samstagausgabe).

    Mit Blick auf die Schmiergeldaffäre betonte Löscher, in Pierers Zeit als Siemens-Chef sei auch der Großteil der 1,3 Milliarden Euro an fragwürdigen Zahlungen geflossen. Der Konzern werde weiter "alle erforderlichen Maßnahmen prüfen, um die Interessen von Siemens gegenüber Dritten zu wahren". Dies schließe auch die Prüfung möglicher Schadensersatzansprüche ein.

    In diesem Zusammenhang unterstrich Löscher nochmals die klare Linie von Siemens bei künftigen Aufträgen. "Märkte, in denen wir keine sauberen Geschäfte machen können, wollen wir künftig nicht mehr bedienen." Ohnehin kenne er keinen Markt, wo selbst "unsere Wettbewerber nur faule Geschäfte tätigen. Und wenn ich nicht überzeugt wäre, dass Siemens auch ohne dunkle Praktiken Geschäfte machen kann, hätte ich diese Aufgabe nicht übernommen."/mf/DP/he

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