08.05.2008 12:39
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Siemens baut nach Auftragsflut Windanlagen-Produktion in den USA aus

        ERLANGEN (dpa-AFX) - Der Technologiekonzern Siemens  baut nach einer Flut von Aufträgen für Windanlagen seine Produktion in den USA aus. "Wir werden unsere Produktionskapazitäten in Iowa verdoppeln und dort mehr als 200 neue Arbeitsplätze schaffen", sagte Divisions-Chef René Umlauft am Donnerstag in Erlangen. Er steht der Sparte Erneuerbare Energien vor. Siemens hatte das Werk in der Nähe von Fort Madison erst Mitte 2007 eröffnet und baut dort Rotorblätter.

    Die USA sind der weltgrößte Markt für Windturbinen; Siemens setzt dort rund die Hälfte seiner Anlagen ab. Im laufenden Geschäftsjahr, das im Oktober startete, hat der Konzern bereits Aufträge über 2,4 Milliarden Dollar eingesammelt. Bisheriger Schlusspunkt ist die Bestellung des Energieversorgers FPL Energy aus Florida von 218 Windanlagen mit einer Gesamtleistung von 500 Megawatt. Einen Auftragswert nannte Siemens nicht. In Branchenkreisen wird jedoch pro Megawatt mit 1 Millionen Euro kalkuliert. Die Lieferung erfolgt 2009.

    Ziel von Siemens ist es, einer der drei größten Windanlagen-Hersteller weltweit zu werden. In den USA haben die Münchener dies eigenen Angaben zufolge bereits geschafft. Angesichts steigender Preise für fossile Brennstoffe und die anhaltende Klimadiskussion erwartet sich Siemens gute Geschäfte./das/tw

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