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Spritpreise lassen US-Fahrzeugabsatz im April weiter sinken
NEW YORK (Dow Jones)--Auch im April haben die Fahrzeughersteller in den USA die Zurückhaltung der Verbraucher zu spüren bekommen. Angesichts der hohen Treibstoffpreise und der anhaltenden wirtschaftlichen Turbulenzen war am Markt bereits mit einem weiteren harten Monat in dem voraussichtlich seit zehn Jahren schwersten Jahr für die Branche gerechnet worden.
Insgesamt ging der Fahrzeugabsatz nach vorläufigen Berechnungen von Autodata Corp auf Jahressicht um 6,9% auf 1,25 Mio Stück zurück. Allerdings fehlen in der Zahl die Verkäufe der japanischen Honda, die die Veröffentlichung ihrer Statistik verschoben hat.
Mit 14,4 Mio Stück lag die saisonbereinigte annualisierte Rate (SAAR) unter der von der Branche als "gesund" beurteilten Marke von 16 Mio Einheiten sowie unter den im März erreichten 15,1 Mio. In den vergangenen zehn Jahren sind in den USA mehrfach mehr als 17 Mio Fahrzeuge verkauft worden, seit zwei Jahren zeigen die Verkäufe allerdings nach unten.
Das Nachsehen hatten im April einmal mehr Pickups und SUVs, die "Profitcenter" der US-Hersteller. Hingegen konnten sich die deutschen Hersteller BMW und Volkswagen in dem im Vergleich zum Vorjahr um zwei Verkaufstage längeren April mit höheren Absatzzahlen gegen den Trend stemmen.
BMW meldete eine Zunahme der Verkäufe um 9,6% auf 31.448 Fahrzeuge. Auf die Marke BMW entfielen 26.735 (25.310) Einheiten. Vom Mini wurden mit 4.713 Stück 39,4% mehr verkauft. Volkswagen of America setzte mit 19.415 Fahrzeugen 1,7% mehr ab als vor Jahresfrist.
Weniger gefragt waren im April Mercedes-Benz, für diese Modelle verzeichnete Daimler einen Absatzrückgang um 3% auf 20.271 Einheiten. Zusammen mit dem seit Mitte Januar in den USA angebotenen smart belief sich der Absatz der Stuttgarter im April auf 22.954 Fahrzeuge.
Das stärkste Nachsehen hatte einmal mehr der Sportwagenhersteller Porsche, seine Verkäufe gingen um 5% zurück. Audi meldete für den April ein Minus von 4,6%.
Wie erwartet hohe Einbußen verzeichneten die US-Hersteller. Bei den spritfressenden leichten Nutzfahrzeugen meldeten General Motors, Ford Motor und Chrysler Einbußen auf Jahressicht von 27%, 18% bzw 25%.
Insgesamt musste Ford einen Absatzrückgang um rund 12% hinnehmen. Noch stärker traf es General Motors mit einem Minus von gut 16% und Chrysler mit einem Einbruch um 23%. Chrysler hat in ihrer Produktpalette von 30 Fahrzeuge nur einen Kompaktwagen und keinen Kleinstwagen.
Die mit GM um die Spitzenposition als weltgrößter Automobilhersteller nach Verkaufszahlen konkurrierende Toyota Motor Corp verkaufte im April mit 217.700 Stück rund 3,4% mehr Fahrzeuge. Angeführt vom Camry und vom Prius setzte sie 12% mehr Pkw ab. Die Verkäufe leichter Nfz gingen hingegen auch bei Toyota zurück, und zwar um 7,9%. Für die Marke Lexus meldete der Konzern ein Minus von 10% auf 23.350 Einheiten.
Der Monat April sei schwierig für die US-Automobilbranche gewesen, stellte Michael DiGiovanni von der General Motors Corp fest. Die Entwicklung der Spritpreise habe zu einer deutlichen Verlagerung der Käufe weg von Pickups und SUVs geführt. Deren Absatz sei weiter und schneller gefallen als jener anderer Modelle. Dennoch rechne man weiterhin mit einer Erholung in der zweiten Jahreshälfte.
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DJG/DJN/bam/brb (END) Dow Jones Newswires
May 02, 2008 01:44 ET (05:44 GMT)
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