12.01.2009 20:54
Drucken |

Schrift:

Steinbrück kassiert fast kompletten Bundesbank-Gewinn - HB

   BERLIN (Dow Jones)--Erstmals seit Jahren steht dem Bundeshaushalt der Milliardengewinn der Bundesbank fast vollständig zur Verfügung. Nach einem Bericht des "Handelsblatts" (HB/Dienstagausgabe) muss Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) anders als in den vergangenen Jahren nur einen kleinen Teil des Bundesbankgewinns an den Erblastentilgungsfonds überweisen. Nach koalitionsinternen Schätzungen liegt der Gewinn der Bundesbank bei rund 7 Mrd EUR.

   Wie das Blatt aus Regierungskreisen erfuhr, belaufen sich die Verbindlichkeiten aus den ehemaligen DDR-Schulden auf nur noch 36,3 Mio EUR. "Der Bundesbankgewinn steht deshalb in diesem Jahr so gut wie vollständig dem Bund zur Verfügung", sagte Carsten Schneider, haushaltspolitischer Sprecher der SPD, der Zeitung.

   Bisher sieht das Gesetz zum Erblastentilgungsfonds vor, dass 3,5 Mrd EUR des Bundesbankgewinns an den Bundeshaushalt abgeführt werden und darüber hinausgehende Überschüsse an den Erblastentilgungsfonds überwiesen werden. Da die Restschulden der ehemaligen DDR in den nächsten Wochen aber vollständig abgezahlt werden, könne die Bundesregierung neu über den Notenbankgewinn entscheiden.

   Die genaue Höhe des Gewinns wird Notenbankpräsident Axel Weber Anfang März bekanntgeben. Doch schon jetzt laufen innerhalb der Großen Koalition Überlegungen, wie die Sondereinnahmen verwendet werden.

   SPD-Haushälter Schneider und sein Unionskollege Steffen Kampeter (CDU) setzen sich dafür ein, dass die Milliarden aus dem Bundesbankgewinn zur Finanzierung des zweiten Konjunkturpakets eingesetzt werden. "Mit den Bundesbankmilliarden müssen wir die ohnehin gigantische Kreditaufnahme in diesem Jahr ein Stück begrenzen", sagte Kampeter dem Blatt. Dagegen pocht der Vorsitzende des Haushaltsausschusses des Bundestags, Otto Fricke (FDP), darauf, dass mit den Notenbankmilliarden ausschließlich Altschulden zurückgezahlt werden.

Webseite: http://www.handelsblatt.com

DJG/kth Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de (END) Dow Jones Newswires

   January 12, 2009 14:21 ET (19:21 GMT)

   Copyright (c) 2009 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 21 PM EST 01-12-09



 0 Bewertungen dieses Artikels: 

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.

Anzeige

Anzeige

Aktuelle News

04.07.2009Rohöl: Händler manipulierte an der ICE
04.07.2009Elektro und Hybrid: Stromstöße für die Autobranche
04.07.2009DAX-Bilanz: Commerzbank hui, VW pfui
04.07.2009Infineon: Alles auf Berlin
03.07.2009dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 03.07.2009
03.07.2009dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 29.06. bis 03.07.2009
03.07.2009Devisen: Eurokurs rutscht wieder unter 1,40 US-Dollar
03.07.2009ROUNDUP: IKB bekommt weitere Milliarden Staatshilfe
03.07.2009IKB bekommt weitere Milliarden Staatshilfe
03.07.2009DIW-Präsident rechnet mit drastischem Anstieg der Staatsverschuldung
03.07.2009SZ": Ex-Siemens-Chef von Griechenland gesteht
03.07.2009Michael Jacksons Tod beschert US-Auktionshaus Rekordgewinne
03.07.2009Anwaltskanzlei prüft Klage gegen Ex-HRE-Vorstandschef Georg Funke
03.07.2009Börsen in Europa Schluss: Uneinheitlich, US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen
03.07.2009Scheichtum Katar vor Einstieg bei Porsche
03.07.2009DIW-Präsident Zimmermann: "Man könnte meinen, es gäbe keine Krise"
03.07.2009Deutsche Anleihen: Etwas schwächer nach Gewinnmitnahmen
03.07.2009Regelung für mehr Anlegerschutz wackelt wieder
03.07.2009Aktien Osteuropa Schluss: Verluste - Ruhiger Handel, Wall Street geschlossen
03.07.2009Presse: Volkswagen - Elektroautos ab 2013
03.07.2009Aktien Wien Schluss: Verluste - Wenig Geschäft wegen US-Feiertag
03.07.2009Aktien Moskau Schluss: Verluste - Fallende Ölpreise
03.07.2009Marktkommentar: El Niño spielt wieder mit
03.07.2009Aktien Zürich Schluss: Leicht im Minus - Fehlende Impulse aus den USA
03.07.2009ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: DAX im Sommerloch - Abwarten und Tee trinken
03.07.2009Aktien Frankfurt Schluss: DAX im Sommerloch - 'Abwarten und Tee trinken'
03.07.2009Fonds, die sich wieder lohnen (EuramS)
03.07.2009Wiederholt sich die Geschichte? (EuramS)
03.07.2009Alles auf Berlin (EuramS)
03.07.2009Alles auf Berlin (EuramS)
03.07.2009Wahre Werte gegen die Krise (EuramS)
03.07.2009Nie ohne Begleiter (EuramS)
03.07.2009Auf Messers Schneide (EuramS)
03.07.2009TAGESVORSCHAU: Termine am 6. Juli 2009
03.07.2009WOCHENVORSCHAU: Termine bis zum 10. Juli 2009
03.07.2009Wochenrückblick KW 27
03.07.2009Börse Frankfurt Schluss: DAX leicht im Minus, Commerzbank an der Spitze
03.07.2009Personalien der Woche
03.07.2009Deutsche Börsen mit Verlusten -- Quelle-Katalog: Druck gestoppt --Bundestag beschließt Bad Bank-Gesetz -- Hapag Lloyd: Doch Staatshilfe? -- Magna nicht alleiniger Verhandlungspartner um Opel
03.07.2009Frankfurt Intern: Schlechtes Umfeld für Neulinge
03.07.2009ROUNDUP 2: Autobranche droht Absturz nach Abwrackboom
03.07.2009Börse Frankfurt-News: Dämpfer für Konjunkturoptimisten (Anleihen)
03.07.2009Kommentar: Entwertung
03.07.2009EUWAX-Kolumne: Trends am Nachmittag - Abwärtsbewegung vorerst gebremst - DAX stabilisiert sich im Bereich der 4.700er Marke
03.07.2009ROUNDUP: VW im ersten Halbjahr mit Absatzminus von fünf Prozent
03.07.2009British Airways muss im Juni Passagierrückgang hinnehmen
03.07.2009VW im ersten Halbjahr mit Absatzminus von fünf Prozent
03.07.2009ANALYSE: Morgan Stanley senkt Symrise auf 'Equal-weight'
03.07.2009Rolls-Royce erhält Auftrag von Turkish Airlines
03.07.2009Aktien New York Ausblick: Börsen geschlossen - Feiertag am Samstag
Wie kaufen Sie am liebsten ein?
Online/Internet
Versandhandel/Katalog
Kaufhaus
Ich habe keine eindeutige Präferenz




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut       schlecht
Problem mit dieser Seite?