Stimmungseinbruch im US-Dienstleistungsbereich nährt Rezessionsängste
Wie das ISM am Dienstag mitteilte, ist der ab Januar neu berechnete Gesamtindex für den Dienstleistungsbereich mit 44,6 Punkten gestartet, während von Thomson Financial befragte Volkswirte ein deutlich höheres Niveau von 53,0 Punkten erwartet hatten. Die bislang als Leitindex verwendete Kennzahl für die wirtschaftliche Aktivität sank unterdessen kräftig von 54,4 Punkten auf 41,9 Punkte. Auch weitere Unterindizes gingen zum Teil deutlich zurück. US-KONJUNKTUR MÖGLICHERWEISE BEREITS IN REZESSION
Nach dem Stimmungseinbruch im Servicesektor ist die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA nach Einschätzung der DekaBank gestiegen. "Die Rezession im Jahr 2001 hatte der Indikator sehr präzise vorhergesagt", sagte DekaBank-Volkswirtin Gabriele Widmann. Sollte der Indikator recht behalten, dann wäre die USA bereits in einer Rezession. Allerdings sei der am vergangenen Freitag veröffentlichte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe deutlich besser ausgefallen. Dieser Index war entgegen den Erwartungen leicht gestiegen.
Die Reaktion an den Finanzmärkten auf die Stimmungseintrübung war eindeutig. Der deutsche Aktienmarkt rutschte tiefer in die Verlustzone, während die deutschen Staatsanleihen kräftige Kursgewinne verbuchten. Der US-Aktienmarkt reagierte mit einer schwachen Eröffnung. Lediglich der Eurokurs zeigte sich nahezu unbeeindruckt und notierte weiterhin bei 1,4650 Dollar./bf/he
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