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TUI-Großaktionär Fredriksen will Mordaschow herauskaufen - FAZ
FRANKFURT (Dow Jones)--John Fredriksen, mit einem Anteil von 15% größter Aktionär der TUI AG, will den Mitaktionär Alexej Mordaschow aus der TUI herauskaufen und hat ihm mehr Geld geboten. "Wir haben Mordaschow ein neues, höheres Angebot für seine TUI-Aktien unterbreitet", sagte Fredriksens Geschäftspartner Tor Olav Troim im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ/Mittwochausgabe). Alexej Mordaschow besitzt 10% der TUI.
Ein Sprecher der S-Group wies diese Offerte am Dienstagabend zurück. "Wir haben keine Absicht zu verkaufen", sagte der Sprecher der Beteiligungsgesellschaft des Russen Alexej Mordaschow zu Dow Jones Newswires. Fredriksen hatte Mordaschow vor der Hauptversammlung der TUI AG Anfang Mai schon einmal eine Kaufofferte unterbreitet.
Tor Olav Troim sagte im Interwiew mit der FAZ weiter: "Wenn wir Mordaschows Anteil bekommen, müssen wir uns nicht länger mit Diskussionen aufhalten. Dann können wir die notwendigen Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand vornehmen." Sollte Mordaschow nicht verkaufen, werde man weitere TUI-Aktien über den Markt zukaufen. "Wir werden unseren Einfluss ausbauen", sagte Troim.
Troim sprach sich gegen den von Frenzel geplanten Verkauf der Container-Reederei Hapag-Lloyd aus: "TUI sollte den Verkaufsprozess sofort stoppen. Der Ölpreis und die abkühlende Weltkonjunktur drücken die Bewertung aller Container-Reedereien. Es ist also der falsche Zeitpunkt für eine Veräußerung."
Troim hält einen Spin-off für den besseren Weg. Wenn dieser beschritten wird, würde man laut Troim folgendermaßen agieren: "Wir würden versuchen, unsere Reiseaktien in Hapag-Lloyd-Aktien umzutauschen. Herr Mordaschow könnte an solch einem Tausch ja durchaus interessiert sein. Wir würden gerne 15% bis 40% von Hapag-Lloyd übernehmen und dem Unternehmen - bei Bedarf auch mit frischem Kapital - dabei helfen, selbst als Käufer von Mitbewerbern im Markt aufzutreten."
Troim forderte TUI-Vorstandsvorsitzenden Michael Frenzel in dem Gespräch mit der FAZ zum Rücktritt auf: "Es ist höchste Zeit, dass Frenzel geht. Selbst wenn er dazu abgefunden werden muss: Diese 12 Mio EUR sind die beste Investition, die TUI im Moment machen kann."
Die Hauptversammlung der TUI AG hatte am 7. Mai über einen Misstrauensantrag gegen Frenzel abgestimmt und den Antrag mit einer Mehrheit von 71,6% des anwesenden Kapitals abgelehnt. Diesen Antrag hatte der Aktionär Richard Mayer aus München gestellt.
Webseiten: http://www.faz.net http://www.tui-group.comDJG/cbr/kla (END) Dow Jones Newswires
July 08, 2008 12:52 ET (16:52 GMT)
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