07.05.2008 08:06
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TUI zieht Verkauf von Hapag-Lloyd vor - Hoffen auf Einigung zu TUIfly

        HANNOVER (dpa-AFX) - Der Reise- und Schifffahrtskonzern TUI  zieht für die Trennung von seiner Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd derzeit den Verkauf als Lösung vor. "Diese lässt sich sowohl zeitlich am zügigsten umsetzen und birgt die Chance, eine strategische Prämie zu realisieren", sagte TUI-Chef Michael Frenzel am Mittwoch bei der Hauptversammlung in Hannover laut vorab veröffentlichtem Redemanuskript. Ein Spin-off oder die Fusion mit einer anderen Container-Reederei werde nicht ausgeschlossen, sei aber langwieriger in der Umsetzung. Beim geplanten Zusammenschluss von TUIfly und Germanwings hofft Frenzel auf eine Einigung in den kommenden Wochen.

    Der TUI-Chef bekräftigte, dass die Trennung von Hapag-Lloyd zügig vollzogen werden solle. Allerdings sei mit einem Zeitraum von mehreren Monaten zu rechnen. Investmentbanken zur Begleitung des Prozesses seien bereits beauftragt worden, die Vermarktungsunterlagen würden vorbereitet. Ziel sei, den maximalen Wert für die Aktionäre zu erzielen. Auf einen Kreis möglicher Käufer wollte sich Frenzel in seiner Rede nicht festlegen: "Nicht die Nationalität des Erwerbers ist aber entscheidend, sondern der Kaufpreis und die Frage, ob der Erwerber über das notwendige Know how und die finanziellen Ressourcen verfügt, die Hapag-Lloyd erfolgreich weiterzuentwickeln", sagte er. "Wenn wir einen optimalen Verkaufserlös mit einer deutschen Lösung kombinieren können, umso besser".

FRENZEL: VERHANDLUNGEN ZU TUIFLY/GERMANWINGS 'WEIT FORTGESCHRITTEN'

    Die Verhandlungen zu TUIfly und dem Lufthansa-Ableger Germanwings sind laut Frenzel "weit fortgeschritten". "Wir hoffen in den nächsten Wochen, diese abschließen zu können", sagte der TUI-Chef. An der künftigen Gesellschaft sollten Lufthansa und TUI mit je 40 Prozent beteiligt sein. Sein Vorstandskollege Peter Long, gleichzeitig Chef der TUI-Touristik-Tochter TUI Travel, hatte im März einen Abschluss der Verhandlungen mit der Lufthansa bis Mitte Mai in Aussicht gestellt.

    Die übrigen 20 Prozent an der neuen Fluggesellschaft soll Medienberichten zufolge der Unternehmer Albrecht Knauf halten, der bislang zusammen mit Lufthansa an Germanwings und deren Muttergesellschaft Eurowings beteiligt ist./stw/he

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