23.07.2008 06:09
Drucken |

Schrift:

Tarifverhandlungen im Bankgewerbe ergebnislos vertagt

   FRANKFURT (AFP)--Bei den Tarifverhandlungen für das Bankgewerbe ist auch in der dritten Runde keine Einigung erzielt worden: Die Verhandlungen wurden am Dienstagabend ergebnislos vertagt. Die Positionen der Tarifparteien lägen "sehr weit auseinander", es bestehe weiterhin eine "Konfliktsituation", sagte anschließend eine ver.di-Sprecherin. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber sei "völlig indiskutabel und unzureichend". Für die Arbeitgeber erklärte Verhandlungsführer Heinz Laber: "Wir müssen feststellen, dass wir bei den meisten Sachfragen weit auseinanderliegen." Die Verhandlungen sollen nun am 16. September in eine neue Runde gehen.

   Die Arbeitgeber hatten zuvor ein Angebot vorgelegt, wonach die Tarifgehälter im privaten Bankgewerbe und bei den öffentlichen Banken bis Ende 2010 in drei Stufen um insgesamt 6% steigen sollen. ver.di lehnte diesen Gehaltsvorschlag ab. Die Sprecherin der Dienstleistungsgewerkschaft forderte zudem, dass die Forderungen der Arbeitgeber nach einer leistungsbezogenen Bezahlung vom Tisch müssten. Außerdem fordert ver.di weiter den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und eine Verlängerung der Vorruhestandsregelung ohne eine Koppelung an die Samstagsarbeit. ver.di will insgesamt 8% mehr Lohn für die 250.000 Beschäftigten im Bankgewerbe, mindestens jedoch 260 EUR mehr pro Monat.

   Banken-Verhandlungsführer Laber verteidigte derweil das Angebot der Arbeitgeber: "Unser Angebot stellt auf die aktuelle Branchensituation in angemessener Weise ab." Neben der Gehaltsfrage hätten die Arbeitgeber auch beim besonders umstrittenen Punkt der variablen Vergütung im Vertrieb ein konkretes Kompromissangebot vorgelegt.

   DJG/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   July 23, 2008 00:06 ET (04:06 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 06 AM EDT 07-23-08

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
Wie beurteilen Sie Ihre aktuelle wirtschaftliche Situation?
Besser als vor einem Jahr
Schlechter als vor einem Jahr
Unverändert




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut        schlecht
 

Anzeige

Anzeige