Nach einem lustlosen Handelsstart gelingt dem deutschen Technologieindex, gestützt von Einzelwerten, gegen Mittag ein Ausbruch nach oben, aktuell gewinnt der
TecDax 0,25 Prozent auf 585,13 Punkte.
Anteilsscheine von MediGene setzen sich mit einem Aufschlag von mehr als 5 Prozent erneut an die Spitze des TecDAX, nachdem der Titel bereits am Vortag um mehr als 10 Prozent gestiegen war. Als Stütze des Marktes erweisen sich heute Papiere des Indexschwergewichts BB Biotech, die sich um 1,7 Prozent nach vorne schieben können sowie Anteilsscheine von mobilcom, die 2 Prozent gewinnen. Stark nachgefragt sind zudem Aktien der Software AG, die am Vortag schwächster Wert im TecDAX waren.
Auf der Verliererseite indes finden sich Anteilsscheine von QSC und WEB.DE, die deutlicher verlieren. Als schwere Belastung für den Index erweisen sich die beiden Schwergewichte QIAGEN sowie T-Online, die ebenfalls merklich Federn lassen müssen.
Die Deutsche Solar AG, eine Tochter der im TecDAX notierten SolarWorld AG (ISIN DE0005108401/ WKN 510840), hat in den Niederlanden ein Joint Venture zur effizienten Nutzung von Silizium bei der Herstellung von Solarzellen gegründet. Das von der Deutschen Solar AG gemeinsam mit dem niederländischen Forschungsinstitut ECN (Energy Research Center of the Netherlands) und der Investmentgesellschaft Sunergy Investco gegründete Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen RGS Development B.V. soll bis Anfang 2007 eine Pilotanlage zur Produktion der innovativen und ressourcensparenden Siliziumwafer aufbauen. Dabei wird eine eigenentwickelte, innovative und materialsparende Technologie zur Gewinnung von Solarwafern aus Silizium umgesetzt. Solarwafer sind das Vorprodukt zur Herstellung von Solarzellen. "Bei dem von uns entwickelten Ribbon-Growth-on-Substrate (RGS)-Verfahren geht es darum, die Solarwafer als Folien durch das Aufbringen von Silizium auf ein Trägermaterial zu gewinnen und damit das heute gängige aufwändige Sägen von Siliziumblöcken zu vermeiden", erläutert Prof. Dr. Peter Woditsch, Vorstandssprecher der Deutsche Solar AG, die neue Technologie. "Wir erwarten, dass sich durch den industriellen Einsatz der RGS-Technologie der Siliziumbedarf auf 60 Prozent reduzieren lässt. Das kann zusammen mit dem Abbau weiterer Produktionskosten zu nennenswerten Kosteneinsparungen in der Waferproduktion führen." Mit dem RGS-Prozess können Wafer außerdem schneller produziert werden als bisher, hieß es weiter.
Die LPKF Laser & Electronics AG (ISIN DE0006450000/ WKN 645000) teilte heute mit, dass sie nach neun Monaten ein kräftiges Umsatzwachstum von 46,5 Prozent und eine noch deutlichere Ergebnisverbesserung erzielt hat. Damit wurde der höchste Umsatz in der fast 30-jährigen Unternehmensgeschichte erreicht. Der Umsatz erhöhte sich demnach von 17,2 Mio. Euro auf 25,2 Mio. Euro. Der Auftragsbestand lag zum. 21.11.05 bei 5,8 Mio. Euro (+56,6 Prozent), der Auftragseingang zum 31.09.05 bei 20,4 Mio. Euro (+34,2 Prozent). Das Ergebnis kletterte von 111.000 Euro auf 2,3 Mio. Euro, das EBIT von 655.000 Euro auf 4,5 Mio. Euro. Das EPS-Ergebnis nahm von 0,01 Euro auf 0,21 Euro zu. Die Umsatzprognose für das laufende Jahr wurde um 10 Prozent auf 33 Mio. Euro angehoben und die im letzten Jahr herausgegebene Planung von 50 Mio. Euro für 2007 bestätigt. Für 2006 rechnet man mit Erlösen von 41 Mio. Euro. Die Gründung der Tochtergesellschaft LPKF Laser & Electronics (ASIA) in Hongkong ist mittlerweile abgeschlossen. Sie wird Anfang 2006 ihre operative Tätigkeit aufnehmen.
Die AUGUSTA Technologie AG (ISIN DE000A0D6612/ WKN A0D661) meldete heute, dass sich die operative Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres besser als im um die entkonsolidierte Data Display AG bereinigten Vorjahreszeitraum dargestellt hat. Der Konzernumsatz konnte im Vergleich zum bereinigten Vorjahreszeitraum (143,9 Mio. Euro) leicht auf 150,0 Mio. Euro gesteigert werden. Auf unbereinigter Basis lag der Umsatz in den ersten neun Monaten 2004 bei 173,9 Mio. Euro. Das Segmentergebnis der drei Geschäftsfelder in Summe erhöhte sich von 1,1 Mio. Euro (bereinigt) bzw. 2,5 Mio. Euro (unbereinigt) auf 15,2 Mio. Euro. Der Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit belief sich auf -4,8 Mio. Euro (Vorjahr: -4,3 Mio. Euro). Das EBITDA betrug zum 30. September 10,3 Mio. Euro (Vorjahr: -8,2 Mio. Euro), das EBIT 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: -12,2 Mio. Euro). Es wurde ein Periodenfehlbetrag in Höhe von 4,3 Mio. Euro und ein Verlust je Aktie von 0,71 Euro ausgewiesen, nach einem Minus von 18,9 Mio. Euro bzw. einem Verlust je Aktie von 15,84 Euro im Vorjahr. Nach Anteilen Dritter verbuchte AUGUSTA ein Periodenergebnis von -3,9 Mio. Euro. Der Auftragseingang in der Gruppe konnte im Vergleich zum bereinigten Vorjahreszeitraum verbessert werden. Er lag zum 30.09.2005 bei 142,0 Mio. Euro (Vorjahr bereinigt: 140,1 Mio. Euro; Vorjahr: 164,7 Mio. Euro). Der Auftragsbestand betrug 71,8 Mio. Euro (Vorjahr: 75,2 Mio. Euro). Die Nettoverschuldung betrug zuletzt 68,8 Mio. Euro.
Die FORTEC Elektronik AG (ISIN DE0005774103/ WKN 577410) meldete heute, dass sie im ersten Quartal (01.07.-30.09.2005) des laufenden Geschäftsjahres Umsatz und Ergebnis steigern konnte. Demnach erhöhte sich der Auftragseingang um 20 Prozent auf 9,3 Mio. Euro. Der Umsatz konnte von 7,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 8,3 Mio. Euro zulegen. Das Betriebsergebnis (EBIT) entwickelte sich parallel dazu. Der Periodenüberschuss verbesserte sich von 403.000 Euro auf 438.000 Euro. Für das zweite Quartal geht das Unternehmen von einigen größeren Aufträgen und damit verbunden von einem sprunghaften Anstieg des Auftragseingangs um mindestens 40 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal aus. Man rechnet unverändert damit, eine Umsatzsteigerung von 35 Mio. Euro auf 42 Mio. Euro im laufenden Geschäftsjahr erreichen zu können. Das deutlich gestiegene Ergebnis des Geschäftsjahres 2004/05 und der bisherige weiterhin positive Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2005/06 haben Vorstand und Aufsichtsrat veranlasst, der Hauptversammlung am 15. Dezember 2005 eine um 15 Cent erhöhte Dividende von 0,90 Euro pro Aktie vorzuschlagen. Ebenfalls wird der Hauptversammlung ein Aktien-Split von 1:3 zur Abstimmung vorgelegt.