25.04.2006 18:00
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TecDAX Schluss: AIXTRON und Tele Atlas vorne, Micronas bricht ein

Der deutsche Technologieindex konnte die morgendlichen Gewinne nicht halten und gab diese angesichts eines schwachen Starts der US-Technologiebörse NASDAQ bis Handelsende komplett wieder ab. Schlussendlich verabschiedete sich der TecDAX unverändert mit 738,90 Punkten in den Feierabend.

AIXTRON knüpften an die starke Vortagesentwicklung an und kletterten um 5 Prozent. Noch besser verlief der Tag für Tele Atlas, die von starken Zahlen des Mitbewerbers TomTom profitierten. Evotec, die zwei umfangreiche Serviceverträgen mit Roche unterzeichnet haben, verfestigten sich nur leicht, während die Anleger bei MorphoSys und der Software AG verstärkt zugriffen.

Dagegen standen QIAGEN-Aktien deutlich unter Druck und sackten um mehr als 2 Prozent ab, obwohl der Biotechnologie-Konzern die Einführung eines neuen Produktes bekannt gab. Schlusslicht im TecDAX waren aber Q-Cells mit einem 3,2-prozentigen Abschlag. Daneben machten die Anleger bei JENOPTIK und QSC Kasse. In der zweiten Reihe brachen Papiere von Micronas nach schwachen Ergebnissen um knapp 17 Prozent ein.

Schlusskurse (17:37 Uhr):

TecDAX: 738,90 (+0,00 Prozent)

Tagesgewinner: Tele Atlas, AIXTRON, MorphoSys

Tagesverlierer: Q-Cells, JENOPTIK, QIAGEN

Unternehmensmeldungen:

Die niederländische QIAGEN N.V. (ISIN NL0000240000/ WKN 901626), ein Anbieter molekulardiagnostischer Produkte, gab heute die Markteinführung ihres EpiTect Bisulfite Kit für eine standardisierte Probenvorbereitung zur Analyse von DNA-Methylierung bekannt. Wie der im TecDAX notierte Biotechnologie-Konzern mitteilte, repräsentiert dieses Kit, das auch einige von Epigenomics' führenden Technologien für DNA-Methylierung beinhaltet, eine neue Dimension von Möglichkeiten für die Epigenetik in der Pharmakogenetik, der molekularen Diagnostik und der Forschung. Epigenetik ist ein Bereich der molekularbiologischen Forschung. Einer der wichtigsten epigenetischen Parameter ist die DNA-Methylierung. QIAGENs neues EpiTect Bisulfite Kit, entwickelt in Kooperation mit Epigenomics, vereinfacht den schwierigen und zeitaufwendigen Schritt der Bisulfit-Behandlung von DNA in DNA-Methylierungsstudien erheblich.

Die Evotec AG (ISIN DE0005664809/ WKN 566480), ein Kooperationspartner der Pharma- und Biotech-Industrie für Wirkstoffforschung und -entwicklung, unterzeichnete zwei umfangreiche Serviceverträgen mit der schweizerischen Roche Holding AG (ISIN CH0012032113/ WKN 851311). Wie der im TecDAX notierte Konzern heute bekannt gab, erweitern diese Verträge die globale Vereinbarung in der medizinischen Chemie vom Mai 2004 um weitere zwölf Monate sowie die Kooperation in der medizinischen Chemie auf dem Gebiet der Krebsforschung vom Oktober 2003 um zusätzliche zwei Jahre. In der globalen Kooperation in der medizinischen Chemie unterstützt ein Team von Evotec-Chemikern alle Forschungsstandorte von Roche in Europa und in den USA bei der Entwicklung und der Synthese qualitativ hochwertiger chemischer Substanzen zur Identifizierung und Optimierung von Leitstrukturen. In der Krebsforschungs-Kooperation arbeiten beide Unternehmen daran, eine klinische Leitstruktur für eines von Roches' vorrangigen onkologischen Targets zu identifizieren und zu entwickeln.

Der Medizin- und Sicherheitstechnologiekonzern Drägerwerk AG (ISIN DE0005550636/ WKN 555063) blieb auch im fünften Jahr in Folge auf Erfolgskurs. Die auf der heutigen Bilanzpressekonferenz präsentierten, testierten Ergebnisse decken sich mit den bereits Mitte März bekannt gegebenen vorläufigen Zahlen für 2005. Wie das das im TecDAX notierte Unternehmen heute verkündete, erhöhte sich der Auftragseingang um 11,3 Prozent auf 1,70 Mrd. Euro. Die Umsatzerlöse wuchsen um 7,3 Prozent auf 1,63 Mrd. Euro. Spitzenwerte erreichten auch das operative EBIT mit 128,2 Mio. (2004: 117,2 Mio.) Euro und der Jahresüberschuss mit 59,6 Mio. (2004: 47,3 Mio.) Euro. Diese gute Entwicklung führt der Vorsitzende des Vorstands, Stefan Dräger, auf die umfassenden Maßnahmen zurück, die in den zurückliegenden Jahren begonnen wurden und weiterhin umgesetzt werden. Erfolgreiche Produktneuentwicklungen, nachhaltige Optimierung der weltweiten Geschäftsprozesse sowie der Ausbau des internationalen Vertriebs- und Servicenetzes haben den Konzern insgesamt für den Weltmarkt schlagkräftiger und effizienter gemacht. Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 2. Juni 2006 vor, die Dividende auf 44 Cent pro Stammaktie (Vorjahr: 39 Cent) und auf 50 Cent pro Vorzugsaktie (Vorjahr: 45 Cent) zu erhöhen. Das Unternehmen geht zuversichtlich in das laufende Geschäftsjahr und will seine bisherige positive Ertrags- und Umsatzentwicklung im Jahr 2006 fortsetzen. Insgesamt rechnet Dräger mit einer Umsatzsteigerung von 4 bis 7 Prozent sowie einer leicht überproportionalen Entwicklung des operativen Ergebnisses und des Jahresüberschusses. Auch für das Geschäftsjahr 2007 wird mit einer positiven Weiterentwicklung gerechnet.

Die israelische Orad Hi-Tec Systems Ltd. (ISIN IL0010838071/ WKN 928634), ein Anbieter von 3D-Grafiklösungen für die Bereiche TV, Werbung und visuelle Simulation, meldete heute, dass sie einen Auftrag im Wert von mehreren hunderttausend Dollar von ERT, der größten öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalt Griechenlands, erhalten hat. ERT wird ProSet, die von Orad entwickelte Lösung für das virtuelle Studio, sowie mehrere Maestro-Stationen zur Verbesserung des neuen Grafik-Designs verwenden. Der Vertrag sieht u.a. vor, dass ERT Maestro in das bestehende On-Air-Grafik- und Zeichengenerator-System für verschiedene tägliche Nachrichtensendungen integriert. Mit Maestro kann ERT den Produktionsablauf verbessern, da das System allen Grafikelementen eine Echtzeit-Vorlage liefert. Das Maestro-System wird durch ProSet ergänzt. Dabei handelt es sich um das High-End-System von Orad für das virtuelle Studio, auf Basis von vier HDVG-Wiedergabeplattformen (High Definition Video Graphics). ERT wird ProSet als virtuelles System für die Nachrichtenproduktion einsetzen. Zusätzlich wird Xync, die infrarotbasierte Tracking-Technik von Orad, als Tracking-System im virtuellen Studio zum Einsatz kommen und eine freie Kamerabewegung innerhalb des Studios ermöglichen. Sowohl für ProSet als auch für Maestro wird die 3Designer-Anwendung von Orad als Autorensoftware verwendet, um so zur Verschlankung des gesamten Grafikablaufs beizutragen.

Der schweizerische Halbleiterhersteller Micronas Semiconductor Holding AG (ISIN CH0012337421/ WKN 910354) musste im ersten Quartal aufgrund sinkender Margen einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Wie der Hersteller von Halbleitersystemen für die Unterhaltungs- und die Autoelektronik heute bekannt gab, lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im ersten Quartal bei 1,38 Mio. Schweizer Franken (CHF) nach 8,76 Mio. CHF im Vorjahreszeitraum. Der Periodengewinn sank im Vorjahresvergleich von 7,84 Mio. CHF auf 1,18 Mio. CHF, wobei der Gewinn je Aktie von 0,24 CHF auf 0,05 CHF zurückging. Der Konzernumsatz verbesserte sich hingegen von 193,08 Mio. CHF auf 221,51 Mio. CHF. Für das laufende zweite Quartal geht Micronas von einem Umsatzrückgang im Bereich von 20 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des laufenden Fiskaljahres sowie einem Nettoverlust von 6 Mio. CHF aus. Des Weiteren kündigte Micronas die Einleitung von Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung an.

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Evotec 0,8 +3,3%
Roche 117,7 -0,8%
Draegerwerk 23,7 +-0,0%
Orad Hi-Tec Systems 1,5
Micronas Semiconductor 2,3 +0,9%
QIAGEN 12,4 -0,6%

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