27.02.2006 13:38
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TecDAX am Mittag: Deutliche Kursaufschläge, GPC Biotech +8 Prozent

Der TecDAX kann seine Gewinne aus dem frühen Handel gegen Mittag festigen und tendiert aktuell 1,50 Prozent fester bei 754,32 Punkten. Neben den Biotechwerten sind es auch die Solarwerte, die zu der positiven Entwicklung beitragen.

Papiere von GPC Biotech schaffen es mit einem deutlichen Plus von 8 Prozent an die Indexspitze, nachdem das Unternehmen heute positive Studienergebnisse präsentierte. Weiter Richtung Norden geht es für Aktien von Evotec, die bereits in der vergangenen Woche eine fulminante Kursrallye auf das Parkett legten und heute mehr als 5 Prozent gewinnen. Daneben rücken Papiere des Indexschwergewichts QIAGEN um mehr als 4 Prozent und die von MediGene um 2,2 Prozent vor.

Im Solarsektor verteuern sich Anteilsscheine von Q-Cells um 4,2 Prozent und die von Conergy um 3,6 Prozent, zudem legen auch ErSol und SolarWorld deutlicher zu. Dagegen brechen MorphoSys-Aktien, die bereits am Freitag nach der Vorlage von Geschäftszahlen massiv unter Druck standen, um mehr als 8 Prozent ein.

Die GPC Biotech AG (ISIN DE0005851505/ WKN 585150) legte am Montag im Rahmen des "ASCO Prostate Cancer Symposium: A Multidisciplinary Approach" in San Francisco neue klinische und präklinische Daten für den Krebsmedikamenten-Kandidaten Satraplatin vor. Wie der im TecDAX notierte Konzern erklärte, erwies sich Satraplatin in einer Studie mit insgesamt 17 Patientinnen und Patienten als gut verträglich und zeigte keine schweren Toxizitäten bei Herz, Nieren, Leber oder Nerven. Andere häufige Nebenwirkungen, wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, waren schwach bis mäßig und konnten mit oralen Medikamenten vorbeugend behandelt werden. Bei den Teilnehmern der Studie handelte es sich um Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren, die zuvor mit durchschnittlich drei vorangegangenen Chemotherapien bereits stark vorbehandelt waren. Sieben Patienten der Studie litten an hormonresistentem Prostatakrebs (HRPC). Alle sieben Patienten waren bereits mit Taxotere (Docetaxel) vorbehandelt und hatten im Durchschnitt drei Chemotherapien durchlaufen. Satraplatin zeigte auch in dieser Gruppe Hinweise auf eine Anti-Tumorwirkung: ein Patient zeigte eine Rückbildung des Tumors ("Partial Response" gemäß RECIST-Kriterien) und zwei Patienten zeigten eine länger anhaltende Stabilisierung der Krankheit (3,5 und 5 Monate). Ein zweites Poster mit dem Titel "Efficacy of Satraplatin, an Oral Platinum Analogue in Prostate Cancer: Synergistic Activity with Docetaxel" zeigte die präklinischen Ergebnisse aus Studien, welche die zelltötende Wirkung von Satraplatin und seinem Metabolit auf Prostatakrebszellen untersuchten. In-vivo- und In-vitro-Daten zeigten, dass Satraplatin und sein aktiver Metabolit JM-118 das Wachstum von Prostatakrebszellen dosisabhängig hemmten. Wenn Satraplatin oder JM-118 in vitro mit Taxotere kombiniert wurden, konnte zudem ein Synergie-Effekt in Prostatakrebszellen gezeigt werden. Dieser Synergie-Effekt war am stärksten, wenn zuerst Taxotere und dann JM-118 verabreicht wurde, teilte der Konzern weiter mit.

Die israelische Vizrt Ltd. (ISIN IL0010838154/ WKN 926501), ein Anbieter von Software für die Erstellung von Echtzeit 2D- und 3D-Grafiken in der Fernsehindustrie, teilte heute mit, dass zwei Fernsehsender der Central European Media Enterprises Ltd. (CME) (ISIN BMG200452024/ WKN 931407) jeweils ein Drei-Kamera Virtual Set-System erworben und damit die Zahl ihrer installierten Vizrt-Grafiksysteme deutlich erhöht haben. Der Umsatz von insgesamt über 700.000 Dollar wird im ersten Quartal ergebniswirksam. Die beiden Sender sind PopTV aus Ljubljana in Slowenien und Nova TV aus Zagreb in Kroatien. CME ist der führende Betreiber von TV-Stationen und Programmen in Mittel- und Osteuropa. Vizrt hat Echtzeit 3D Grafik Systeme bereits an die wichtigsten Sender der CME Gruppe verkauft. Aktuell werden von CME und ihren Partnern zehn TV-Programme in sechs Ländern ausgestrahlt. Pro Plus d.o.o. aus Ljubljana betreibt zwei Kanäle channels, PopTV und Canal A, und ist der größte Sender in Slowenien. CME ist mit den Partnergesellschaften marktführend in Rumänien, der Slowakischen Republik, Slowenien, der Ukraine und der Tschechischen Republik.

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