Die Toshiba
Corporation (TOKYO: 6502) gab heute bekannt, dass das Unternehmen
einen Schaltkreis zur analogen und digitalen Mixed-Signal-Verarbeitung
im Zeitbereich entwickelt hat, der potenziell die allgemeine digitale
Signalverarbeitung bei der Fehlerkorrektur ersetzen kann. Die
Technologie reduziert die Anzahl der Gates des Low-Density
Parity-Check-Dekodierers (LDPC), der zur Fehlerkorrektur des
NAND-Flash-Speichers eingesetzt wird, um 38 Prozent und wird Toshiba
dabei helfen, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens durch
preisgünstigere Produkte zu verbessern. Der Schaltkreis wurde auf der
International Solid-State Circuit Conference in San Francisco, USA,
am 20. Februar 2013 vorgestellt.
Durch die Steigerung der Kapazität ist die Fehlerkorrektur wichtiger als
jemals zuvor, um die Betriebssicherheit der NAND-Flash-Speicher zu
gewährleisten. Ein erweitertes Fehlerkorrekturverfahren mit verbesserten
Fehlerkorrekturraten ist bei der drahtlosen Kommunikation ebenfalls
unerlässlich. In beiden Bereichen ist der LDPC-Code einer der
vielversprechendsten Fehlerkorrektur-Codes.
Das Problem bei der Dekodierschalttechnik ist, dass sie
Wahrscheinlichkeitsinformationen in Mengen verwendet, die größer sind
als die der Bitinformationen, die bei klassischen
Fehlerkorrekturverfahren benutzt werden, was zu einer hohen Gate-Anzahl
führt. Die Verwendung einer analogen Größe, wie zum Beispiel Spannung,
um die Wahrscheinlichkeitsinformationen zu repräsentieren, ist ein
Ansatz zur Lösung dieses Problems. Dadurch wird die Verkabelung
reduziert, die notwendig ist, um Informationen zu repräsentieren, da ein
einziges Kabel mehrere Bits analoger Informationen enthalten kann, aber
nur ein Bit digitaler Informationen. Dieser Ansatz ist allerdings eher
unpraktisch, da das erforderliche große System nicht mit den
weitverbreiteten Hilfsmitteln zur Designautomatisierung entworfen werden
kann. Außerdem besteht noch das Problem, dass Analog-Digital-Wandler und
Digital-Analog-Wandler integriert werden müssen, die groß sind und viel
Strom verbrauchen.
Toshibas analoge und digitale Mixed-Signal-Verarbeitung im Zeitbereich
verwendet "Zeit", um Informationen zu repräsentieren. So wie ein auf
Spannung basierendes analoges Signal kann "Zeit" Mehrbitinformationen
enthalten, doch ihre Schnittstellenschaltkreise – Zeit-Digital-Wandler
und Digital-Zeit-Wandler – sind kleiner und verbrauchen weniger Strom
als A/D-Wandler und D/A-Wandler. Alle Schaltkreiselemente sind digital
und ermöglichen so den Einsatz der Standardhilfsmittel zur
Designautomatisierung. Sie können problemlos für große Systeme angewandt
werden.
Toshiba hat einen LDPC-Dekodierer hergestellt und demonstriert, dass die
Anzahl der Gates um 38 Prozent niedriger ist als bei allgemeiner
digitaler Umsetzung.
Dazu Herr Daisuke Miyashita, ein Experte des Toshiba Center für
Semiconductor Research & Development, der an der Entwicklung beteiligt
war: "Wir werden die Forschung und Entwicklung der vorgeschlagenen
Methode mit dem Ziel vorantreiben, sie in diversen Systemen einzusetzen,
unter anderem in LDPC-Dekodierern, die große Informationsmengen
verarbeiten."
Über Toshiba
Toshiba ist einer der weltweit führenden Hersteller, Lösungsanbieter und
Vermarkter hoch entwickelter elektronischer und elektrischer Produkte
und Systeme mit einem breit gefächerten Produktspektrum. Als innovativer
und zukunftsweisender Konzern ist Toshiba in einer Vielzahl von
Geschäftsfeldern aktiv: digitale Produkte, einschließlich
LCD-Fernsehern, Notebooks, Einzelhandelslösungen und
Multifunktionsgeräte; elektronische Geräte einschließlich Halbleitern,
Speicherprodukten und -materialien; Infrastruktursysteme für Industrie
und Gesellschaft. Hierzu zählen Anlagen zur Energieerzeugung,
intelligente Lösungen für das Gemeinwesen, medizinische Systeme,
Rolltreppen und Aufzüge sowie Haushaltsgeräte.
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