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UPDATE2: Audi steigert Gewinn im 1H trotz stagnierender Umsätze
Von Katharina Becker DOW JONES NEWSWIRES INGOLSTADT (Dow Jones)--Die Volkswagen-Tochter Audi AG hat trotz stagnierender Umsätze im ersten Halbjahr mehr verdient. Der Ingolstädter Automobilhersteller steigerte dank weiterer Kosteneinsparungen seinen Nettogewinn unter dem Strich um 37% auf 930 Mio EUR, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.
Dabei sorgten ungünstige Wechselkurse, vor allem zum Dollar und britischen Pfund, dafür, dass der Umsatz mit 17,39 Mrd EUR auf Vorjahresniveau verharrte.
"Unsere Aufgabe in der zweiten Jahreshälfte wird es sein, diese hohe Ergebnis- und Renditequalität nachhaltig fortzuschreiben", erklärte Finanzvorstand Axel Strotbek. Dabei spüre Audi durchaus Gegenwind, ergänzte er mit Blick auf den schwachen Dollar, steigende Rohstoffkosten und die sich abschwächende Kauflaune in wichtigen Märkten wie Westeuropa und den USA. Dennoch fühle sich Audi "gut gerüstet".
Die ungünstigen Wechselkurse und die steigenden Rohstoff- und Energiekosten dürften die Ingolstädter auch im zweiten Halbjahr belasten, sagte Strotbek weiter. Während der Wettbewerber Daimler AG die Märkte am Donnerstag aus ebenjenen Gründen mit einer Gewinnwarnung schockte, will Audi im Gesamtjahr beim Absatz, Umsatz und operativen Gewinn weiter zulegen.
Audi profitiere dabei von einer langfristigen Absicherung gegen Wechselkursschwankungen und steigende Materialkosten, sagte Strotbek. "Wir sind auch für die nächsten Jahre signifikant gehedged." Zudem schützten Langfristverträge vor den unmittelbaren Folgen steigender Rohstoffpreise. Sollten die Preisanstiege aber anhalten, erwägen die Ingolstädter, diese an die Audi-Kunden weiterzureichen, sagte Strotbek.
Die Marke mit den vier Ringen hatte von Januar bis Juni 516.000 Fahrzeuge an die Kundschaft gebracht, 1,4% mehr als ein Jahr zuvor. Bis Jahresende sollen es nach dem Willen des Vorstandsvorsitzenden Rupert Stadler eine Million Wagen sein. Alleine in China wollen die Ingolstädter 110.000 Modelle verkaufen. Zur Halbzeit hatte Audi in der Volksrepublik bereits 60.509 Neuwagen abgesetzt.
In Anbetracht der Dollar-Schwäche, die Fahrzeugimporte zunehmend zum Verlustgeschäft macht, und der Kaufzurückhaltung in Folge der Kreditklemme sieht Stadler unterdessen seine ehrgeizigen Ziele in den USA in Gefahr. Nachdem die Ingolstädter 2007 mit 93.500 verkauften Wagen von der Münchener und Stuttgarter Konkurrenz abgehängt wurden, wollen sie 2008 erstmals mehr als 100.000 Fahrzeuge auf dem weltgrößten Automobilmarkt absetzen.
Bis Ende Juni lagen die Verkäufe 1,5% aber unter dem Vorjahresniveau. Bis 2015 will Audi den US-Absatz auf 200.000 Wagen verdoppeln. Weltweit sollen es bis dahin 1,5 Millionen Fahrzeuge sein.
Einen Großteil der Einbußen durch die schwächelnde US-Währung konnte Audi mit Hilfe von Kurssicherungsgeschäften und einem Einkauf im Dollar-Raum ausgleichen. Um von den Dollar-Schwankungen unabhängiger zu werden, plant der Konzern eine Produktion in den USA, möglicherweise gemeinsam mit der Konzernmutter aus Wolfsburg, deren Produktion in Chattanooga im Bundesstaat Tennessee 2011 anlaufen soll. Die Ingolstädter erwägen auch, Motoren und Getriebe vor Ort zu fertigen.
Webseite: http://www.audi.de-Von Katharina Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 112, katharina.becker@dowjones.com
DJG/kat/jhe
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July 25, 2008 05:38 ET (09:38 GMT)
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